Ende Januar 2010 riß dem Präsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, einmal mehr der Faden. Mit scharfen Worten kritisierte er die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft nach Südafrika. Und nichts mit größerem Recht!
Denn die politisch korrekte Entscheidung, in Südafrika das lukrative Fußballspektakel auszutragen, ist zumindest als fahrlässig zu bezeichnen. Man sollte sich nicht von dem in den Medien erweckten Eindruck blenden lassen, als handelte es sich bei Südafrika um ein blühendes und friedfertiges Land, in dem seit dem »Ende der Apartheid« die schwarzen Völker glückselig mit den einheimischen Weißen - und umgekehrt - miteinander leben würden. Die »Regenbogennation« ist Propaganda pur und geht an den Realitäten vollkommen vorbei!
Hoeneß bezeichnete den Entschluß als »eine der größten Fehlentscheidungen«, die FIFA-Präsident Joseph Blatter je getroffen habe und »im stillen Kämmerlein« habe er das auch »längst begriffen«. Was dahin gestellt sei! Denn begriffen haben Politiker, Journalisten und eben Fußballfunktionäre bislang nichts. Franz Beckenbauer beispielsweise widersprach Hoeneß energisch. Er sehe die Vergabe an Südafrika ganz und gar nicht als Fehler an: »Südafrika ist keine Fehlentscheidung. 2006 wäre es zu früh gewesen für eine WM dort. Aber mit dem Vorlauf bis 2010 haben sie die Probleme in den Griff bekommen.«[1] Tatsächlich?!
Statt mit den wahren Verhältnissen konfrontiert zu werden, wird die Weltöffentlichkeit weiter dumm gehalten. Am 20. April erklärte die südafrikanische Außenministerin Maite Nkoana-Mashabane, Bedenken hinsichtlich der Sicherheit während der Fußball-Weltmeisterschaft seien völlig unbegründet. Ihr Land habe viel Geld und Ressourcen investiert, damit das Turnier das beste werde, »das die Welt je gesehen hat«. Die Besucher könnten damit rechnen, »sicher und glücklich« nach Hause zurückzukehren.[2] Wie beruhigend.
Erste unangenehme Überraschungen werden die fußballbegeisterten Angereisten vor allem aus nichtafrikanischen Ländern erleben, wenn ihnen das Trommelfell von einem Heer Plastiktröten schier rausgedröhnt wird. Das unentwegte Blasen dieses grauenhaften Krachmacherinstruments - ein einfaches, konisch verengtes Plastikrohr, hierzulande vuvuzela genannt -, ist die andauernde Beschäftigung des nimmer müde werdenden hiesigen Fußballvolks auf den Rängen. Keine Frage: Hier werden europäische, nordamerikanische und australische Fans am eigenen Leibe die fröhliche und ausgelassene Lebensart der einheimischen Bevölkerung genießen. Bezeichnenderweise hatte Polizeiminister Nathi Mthethwa im Februar während einer Pressekonferenz in Kapstadt schon mal vorab bekanntgegeben, daß die vuvuzela keine Kriegswaffe (instrument of war)[3] sei. Sie sei zwar laut, aber das sei »unsere Ausdrucksweise Begeisterung« zu zeigen.
Auf die angereisten Nationalmannschaften selbst warten nicht nur Gegner in den Sportarenen, die allesamt auf Pump gebaut oder aufgepäppelt worden sind, ohne Aussicht darauf, daß Südafrika diese in Zukunft unterhalten, geschweige denn je abbezahlen könnte. Die echte Herausforderung herrscht außerhalb der Fußballstadien. Schließlich ist Südafrika längst das Land mit den weltweit höchsten Vergewaltigungs-, Mord- und Überfallraten.[4] Deshalb bestand der Deutsche Fußball-Bund ja auch darauf, seine Kicker unter besonderen Schutz stellen, wobei die kurioseste Entscheidung sein dürfte, die schwerreichen Jünglinge mit schußsicheren Westen auszustatten. Normalerweise werden die Nationalspieler von bis zu acht Bodyguards bewacht. »Normal« hat in Südafrika allerdings eine andere Bedeutung. DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn hat angesichts der tatsächlichen Situation in Südafrika angekündigt, auf zusätzliche Sicherheitsdienste zurückgreifen zu wollen. Eine dieser Firmen ist BaySecur, ein Sicherheitsunternehmen, dessen Einsatzleiter Günter Schnelle keine Zweifel aufkommen läßt: »Die Möglichkeit für die Spieler, sich außerhalb des WM-Hotelgeländes frei zu bewegen, sollte auf ein Minimum reduziert werden. Andernfalls muß es das volle Programm geben: bewaffneter Personenschutz und Schutzwesten für die Spieler.«[5] Dies wird kein leichtes Unterfangen! Nick Buckles, der Geschäftsführer von Securicor, der größten Sicherheitsfirma der Welt, erklärte gegenüber Reuters Ende Mai 2009, daß seine Firma nicht die Sicherheit für die in Südafrika auszutragende Fußball-Weltmeisterschaft übernehmen werde: In Südafrika, das noch vor dem Irak und Afghanistan das gefährlichste Land der Welt sei, seien die organisatorischen und sicherheitstechnischen Bedingungen und Voraussetzungen einfach nicht gegeben.[6]
Beckenbauers Realitätssinn scheint also etwas getrübt zu sein, zumal er Kritikern Unwissen (!) attestiert: »Der Uli Hoeneß hat ja wieder etwas gesagt, aber ich glaube eher aus Unkenntnis«. Ach ja?! »Der Kaiser« weiß es freilich besser: Nach mehreren Besuchen im WM-Gastgeberland schwärmt Beckenbauer regelrecht von Südafrika: »Ich bin überzeugt, daß es eine große WM wird«. Sicherheitsbedenken relativiert er: Er würde alleine nicht durch Soweto gehen - allerdings »auch in New York nicht durch die South Bronx laufen.«[7] Als ob der Hort des Verbrechen Soweto wäre oder sich die Kriminalität auf den Südwesten Johannesburgs beschränke! Was Beckenbauer bei seinen Reisen gesehen und erlebt hat, entzieht sich unserer Kenntnis. Es ist allerdings davon auszugehen, daß er sich hauptsächlich in den Hochsicherheitsanlagen seines Hotels aufhielt, dort dem Luxus frönte, sich in Sicherheit wiegte und ansonsten auf dem Golfplatz amüsierte. Vom Leben in Südafrika hat »der Kaiser« keine Ahnung. Höchste Zeit, diesbezüglich Klartext zu sprechen und die ebenso groteske wie brutale Wahrheit nicht länger zu verschweigen.
Der weltbereiste Journalist Peter Scholl-Latour hat bereits in seinem Buch Afrikanische Totenklage (2001) auf die katastrophalen Zustände des 1994 von der weißen Regierung »befreiten« Landes hingewiesen: Freilich, zunächst findet Einreisende im Beckenbauerischen Sinn »einen perfekt funktionierenden Flugplatz von Johannesburg vor, wo die Formalitäten auf ein Minimum beschränkt sind. Irgendein Reisebüro hat ihm einen klimatisierten Wagen mit einem verläßlichen schwarzen Fahrer bereitgestellt, der ihn über eine vorzügliche Autobahn nach Pretoria fährt. Im ›Hotel Sheraton‹ empfängt ihn nicht nur Luxus, sondern auch eine gemischtrassige, freundliche Bedienung, die die gelungene Verwirklichung der ›Regenbogen-Gesellschaft‹ zu symbolisieren scheint. In der Hauptstadt Pretoria werden die Rasenflächen, die prächtigen Blumenrabatte ständig gepflegt. An den Ampeln befleißigen sich die Verkehrsteilnehmer einer Disziplin, die in Paris oder gar Rom unvorstellbar wäre.«[8] Offensichtlich fährt Scholl-Latour nicht selbst Auto. Er sieht anscheinend noch nicht einmal aus dem Fenster. Denn die Disziplinlosigkeit auf südafrikanischen Straßen, die keineswegs nur von rücksichtslosen Fahrern fahruntüchtiger Taxibusse ausgeht, ist so verheerend wie die Tücke der Schlaglöcher auf südafrikanischen Straßen und so nervig wie die Bettlerei an jeder Straßenkreuzung.
An Bettler und Straßenverkäufer an faktisch jeder Straßenkreuzung, wird man sich vielleicht noch gewöhnen. Auch wenn nach dem zehnten Halt an einer Ampel die Nerven blank liegen dürften, die auf Mitleid erregend getrimmten und sich emsig zwischen den Autos bewegenden zwielichtigen Gestalten abzuwimmeln. Diese Adrenalinstöße sind aber noch nichts im Vergleich zu den Fahrten auf Überlandstraßen und Autobahnen. Gewiß, hier wird man weniger von Schmuddelkindern mit klimpernden Spendendosen oder Billigware wie Plastikkleiderbügeln und hüpfende Spielzeugaffen belästigt. Dafür muß man um so mehr die Fahrbahn im Auge behalten. Und zwar konzentriert, wenn man nicht mit voller Geschwindigkeit in eines der plötzlich auftretenden Schlaglöcher geraten will, die schon mal über einen Meter lang und dreißig oder vierzig Zentimeter tief sein können. Auch sollte man auf zunächst noch freundlich winkende Fußgänger auf Brücken achten – diejenigen, die sich hinter Büschen verstecken um plötzlich vorzupreschen, sieht man in der Regel ja nicht. Diese schrägen Zeitgenossen haben sich darauf spezialisiert, mit Farbbeuteln auf Autoscheiben zu werfen, um so den Fahrer zum Anhalten zu zwingen und ihn überfallen und ausrauben zu können.
Bei näherer Hinsicht erweisen sich auch die übrigen anfangs idyllisch erscheinenden Verhältnisse als Augenwischerei: »Die Weißen von Johannesburg und Pretoria haben sich in eine neue Form von ›Laager‹-Mentalität zurückgezogen. Weit weg von den Stadtkernen haben sie so genannte ›Compounds‹ gebaut mit eigenen Geschäften, Schulen, Kirchen und Clubs. Das ganze ist durch perfektionierte Elektronik und private Sicherheitsdienste abgeschirmt. Aber selbst die ausländischen Diplomaten bangen jede Nacht, ob sich nicht doch eine Rotte schwarzer Gewalttäter ihrem Anwesen nähert. ›Wenn die einmal im Haus sind‹, so wurde mir übereinstimmend berichtet, ›gibt es keine Rettung mehr; dann wird jeder Europäer erschlagen, jede weiße Frau – vom zweijährigen Kleinkind bis zur achtzigjährigen Greisin – vergewaltigt.‹ Es gehe diesen Gangs vor allem um den Geschlechtsverkehr mit Jungfrauen, der – den Aussagen ihrer Medizinmänner zufolge – Schutz und Immunität gegen die mörderisch um sich greifende Aids-Pandemie bieten soll. Dieser schreckliche Aberglaube ist landesweit verbreitet. Er fordert auch in den schwarzen Townships eine wachsende Zahl von Opfern. Bei diesen Horrorszenen handelt es sich nicht um räuberische Plünderungen – nicht einmal die wertvollen elektronischen Geräte werden gestohlen -, sondern um sinnlose Brutalität.«[9] Diese tödlichen Überfälle sind weder zufällig noch Ausnahmen, sondern wohl geplant und an der Tagesordnung. Seit dem Ausbruch des »demokratischen Südafrikas« im Jahre 1994 haben bislang mehr als 3.380 weiße Farmer, die überwiegende Mehrzahl von ihnen Buren, unter grausamsten Umständen ihr Leben verloren. Die Todeszahlen in den Dörfern und Städten übersteigen das Zehnfache.
Gewiß, auch in anderen afrikanischen Städten waren und sind brutale Überfälle und Morde an der Tagesordnung. Aber zwischen Transvaal und dem Kap gewinnt die latente Bedrohung eine ganz andere Dimension, da sie, wie Scholl-Latour durchaus richtig vermutet, »systematisch verheimlicht oder schöngeredet« wird. »Die krampfhafte Euphorie, die parlamentarische Besuchsdelegationen aus Berlin gern an den Tag legen, wenn sie dieses angeblich gelungene Experiment multikulturellen Zusammenlebens besichtigen, wird von den schwarzen Intellektuellen Südafrikas in keiner Weise geteilt. Selbst die schwarzen Redakteure der ziemlich regierungsfrommen Tageszeitung The Star beobachten mit Sorge die zunehmende Verwahrlosung der Massen, die sich um die Früchte der ›black power‹ betrogen fühlen.«[10] Die »echte Revolution« steht Südafrika noch bevor. Bezeichnenderweise gilt unter weiten Teilen der schwarzen Bevölkerung Südafrikas der marxistisch-chauvinistische Präsident Simbabwes, Robert Mugabe, als der populärste Politiker.
Das krisengebeutelte Südafrika, gilt der westlichen Wertegemeinschaft seit der 1994 erfolgten Machtübergabe an die damalige Terrororganisation African National Congress (ANC) und seine subversiven Verbündeten, dem sozialistischen Gewerkschaftsbund Cosatu und der Südafrikanischen Kommunistischen Partei (SACP) als ein demokratisches Land, das von der »Lichtgestalt« Nelson Mandela zum Frieden geführt worden sei.
Nichts ist falscher. Es ist nicht vergessen, wem es die ehemaligen Terroristen und Kommunisten zu verdanken hatten, einen intakten Staat zu übernehmen – dabei sind an dieser Stelle nicht die korrupten und verräterischen »Liberalen« und »Progressiven« in und außerhalb der Nationalen Partei, der Broederbond oder die westlichen Demokratien (allen voran die skandinavischen Staaten, die BRD, die Niederlande, England und die USA) oder das Internationale Finanzkapital[11] gemeint: Alle Straßen, Städte, Minen, Fabriken, Staudämme, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Einkaufszentren, Flughäfen, Kraftwerke, Brücken, Schwimmbäder, Forschungseinrichtungen, Sportstadien, Seehäfen, die gesamte Infrastruktur sowie alle Industrie und Landwirtschaft sind unter der über 300 Jahre andauernden, schöpferischen Autorität der Weißen entstanden. Die neuen Herrscher haben sich bislang nicht damit hervorgetan, Ähnliches geschweige denn Gleichwertiges zu schaffen. Vielmehr behaupten sie in bester marxistischer und chauvinistischer Manier, bei all diesen Errungenschaften handelte es sich um »altes Erbe der Schwarzen«, was ihnen das Recht gebe, Städte, Straßen, Schulen usw. nach Belieben mit neuen Namen zu versehen, abzureißen oder verfallen zu lassen.
Das in früheren Zeiten zur Ersten Welt zählende Land am Kap erfreut sich inzwischen an den Errungenschaften der »Befreiung«. In vielerlei Hinsicht steht der unausweichliche Kollaps bevor. Was nicht anders zu erwarten war, da gemäß der als Staatsräson gehandhabten rassistischen Quotenregelung Affirmative Action ausgeschriebene Arbeitsplätze und Posten nicht etwa aufgrund Qualifikation und Leistung, sondern aufgrund der schwarzen Hautfarbe vergeben werden. 16 Jahre »Befreiung« haben ihren Preis. Dieser läßt sich in allen Ministerien, Ämtern und Behörden, Polizei und Postämter eingeschlossen, täglich erleben, wobei die Erfahrung, daß viele Beamte weder des Schreibens noch des selbständigen Denkens fähig sind, nur ein erster Eindruck ist.
Nicht zuletzt läßt gerade die Qualität der Polizeibeamten zu wünschen übrig. Immer mehr Polizisten sind für ihre Aufgaben nicht qualifiziert. Akten verschwinden aus den Büros und wenn es einmal zu Festnahmen kommt, werden die Verdächtigen oft gegen Kaution wieder freigelassen. Viele Polizeibeamten können nichts mit Sprechfunkgeräten anfangen – sofern diese überhaupt funktionieren. Telephone auf den Polizeistationen sind oftmals nicht besetzt und viele Polizeifahrzeuge sind nicht mehr einsatzbereit. Und falls ein Fahrzeug doch mal fahrtüchtig ist, wird es von den Polizeibeamten nicht selten zu Privatfahrten zweckentfremdet – vorausgesetzt, es steht überhaupt Benzin zur Verfügung, was je später das Jahr fortgeschritten ist, immer seltener vorkommt, da die Jahresbudgets früh aufgebraucht sind.
Dilettantismus sowie Raffgier und Korruption zählen zu den Grundübeln des hierzulande praktizierten Demokratieverständnisses. Ganz zu schweigen von sich stetig ausbreitenden Krankheiten, die als gewaltige Bedrohung die gesamten Strukturen des südafrikanischen Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftssystems wie ein gewaltiger Tsunami unter sich wegzuspülen drohen. Kurzfristig vom Zaun gebrochene Streiks – von der Müllabfuhr über den Öffentlichen Dienst bis zur »Armee« - stabilisieren auch nicht gerade die Gesamtlage des Landes.
Südafrika ist anders – und seine »Traditionen« ebenso. Das fällt einem natürlich nur auf, wenn man selbst nicht an die Kunst des sangoma (Medizinmann) glaubt oder an Heilkuren für Aids mittels Roter Beete und Knoblauch, dem erzwungenen Geschlechtsverkehr mit Jungfrauen, an das Schlachten von Tieren auf offener Straße und den Tausch von Frauen gegen Vieh oder an andere barbarische Verhaltensweisen.
Wobei wir wieder beim Fußball wären: Zum Auftakt der Fußballweltmeisterschaft soll es nach dem Willen der traditionellen Häuptlinge des Landes Schlachtrituale in allen WM-Stadien geben. Damit solle das Wohlwollen der Ahnen für die erste - und mit Sicherheit auch die letzte - WM auf afrikanischem Boden gesichert werden: »Dies ist eine afrikanische WM und wir wollen ein afrikanisches Festival gemäß unseren Traditionen«, erklärte Häuptling Zolani Mkiva Ende Oktober 2009. Die Johannesburger Tagezeitung The Citizen warnte auf ihrer Titelseite vor einem geplanten WM-Schlachtfest und zitierte Mkiva mit den Worten: »Es ist nötig, daß in jedem einzelnen Stadion eine inkomo (Kuh) geschlachtet wird. Dadurch laden wir unsere Ahnen ein, während des gesamten Fußballereignisses bei uns zu sein.«[12] Statt diesem Affront eine gehörige Abfuhr zu erteilen, erklärte die Sprecherin der Fifa, Delia Fischer, daß man mit dieser »Tradition« nicht »vertraut« sei. Das Anliegen werde deshalb nun geprüft.
Entscheidend bei einer Analyse über Südafrika bleibt die außer Kontrolle geratene Kriminalität. Ende September 2009 nahm der ANC den aktuellen Jahresbericht der Südafrikanischen Polizei zum Anlaß, sich selbst zu feiern: Die jährliche Mordrate sei um einige Hundert gefallen. Tatsächlich! Und zwar von 18.487 auf 18.148 Mordopfer um genau zu sein. Im gleichen ernüchternden Verhältnis stehen andere Kapitalverbrechen, die sich im Vergleich zu den Vorjahren nur unwesentlich verändert haben: versuchter Mord über 18.000, Raub mit schwerer Körperverletzung über 200.000, gewöhnliche Körperverletzung über 192.000, Autodiebstahl fast 76.000, Autoeinbruch über 109.000. Noch weniger Anlaß zu Enthusiasmus - in Südafrika gewöhnlich durch Toi-Toi-Gehüpfe dargeboten - bieten die Statistiken zu den übrigen Verbrechen. Im Vergleich zum Vorjahr (Zeitraum jeweils April bis März) stieg die Zahl der Sexualverbrechen von über 63.800 auf 71.500, Raub mit erschwerenden Umständen von über 118.000 auf über 121.000, Einbruch in Geschäftsräume von über 62.000 auf 70.000, Einbruch in Privathäuser von über 237.000 auf über 246.000, Car-hijacking von 14.2000 auf 14.900, Raubüberfälle auf Geschäfte von 9.800 auf 13.900, Raubüberfälle auf Privathäuser- und Wohnungen von über 14.000 auf über 18.000 – nur um einige Beispiel zu nennen.[13]
Über 2,1 Millionen (!) schwere Verbrechen verzeichnet Südafrika jedes Jahr. Da erscheinen Afghanistan oder der Irak schon fast als lebenswertere Alternativen. Zirka die Hälfte aller südafrikanischen Frauen muß damit rechnen, während ihrer Lebenszeit mindestens einmal vergewaltigt zu werden und das bei einer AIDS-Rate von über 30%.
Was uns unmittelbar zu Präsident Jacob Zuma bringt. Dieser ließ Ende April erfreut verkünden, HIV-negativ zu sein - was durchaus überrascht, denn der lebensfrohe Charismatiker ist nun alles andere als ein Kostverächter. Daß die Vielehe nach Stammesrecht in Südafrika erlaubt ist, kommt dem bekennenden Polygamisten gerade recht. Trotzdem scheinen ihm seine »Ehefrauen« nicht zu genügen, denn erst im Februar hatte er ein außereheliches Kind anerkannt. Das alles könnte freilich als Zumas Privatsache abgehakt werden – wenn dem Steuerzahler die Vielehe des südafrikanischen Staatsoberhaupts nicht teuer zu stehen kommen würde! Wie die Regierung mitteilt, kosteten Zumas Ehefrauen und seine bislang 20 gezeugten Kinder im vergangenen Jahr 15,5 Millionen Rand. Damit verdoppelte Zuma alleine die Kosten für den präsidialen Familienunterhalt - der frühere Staatschef Thabo Mbeki war noch mit einem bescheidenen Budget von acht Millionen Rand für seine Familie ausgekommen. Der südafrikanische Staat zahlt für Präsidentenkinder, solange diese unter 27 Jahre alt, nicht berufstätig und unverheiratet sind. Zumas Frauen haben Anspruch auf einen persönlichen Referenten und einen wissenschaftlichen Mitarbeiter. Sie bekommen zudem nationale und internationale Reisen bezahlt, Mobiltelephone und Computer werden gestellt.
Am 15. Oktober 2006, also lange bevor Thabo Mbeki von Jacob Zuma als Präsident abgelöst worden war, erschien in der botsuanischen Sonntagszeitung Sunday Standard ein Kommentar, in dem es hieß, daß die Schwarzen 1994, als sie die »Macht übernahmen«, von Anfang an klar gemacht hätten, daß sie sich von den Weißen nichts mehr gefallen lassen (make it clear to the whites that they won’t tolerate nonsense) und nun sehr reich werden würden, was schließlich nicht verkehrt sei, da es ja »ihr Land« sei. Der Kommentator behauptete, daß früher »die Siedler« sehr reich geworden seien - selbstredend auf Kosten der Schwarzen -, und daß es nun an der Reihe sei, daß die Schwarzen ihrerseits reich würden. Hierbei gehe es nicht darum, daß nur ein paar Schwarze reich würden, sondern daß die schwarzen Massen reich würden. Die Weißen, die sich mit dieser neuen Situation nicht abfinden, könnten gern das Land verlassen - und das sei ja auch gut so, denn niemand habe sie hierher eingeladen.
Einige Weiße seien mittlerweile derart verarmt, daß sie an den Straßenkreuzungen stünden und bettelten. Weiße Bettler – das sei ein herrliches Bild anzusehen. Die Weißen sollten dankbar dafür sein, nicht am »Tag der Befreiung« erschossen worden zu sein. Andererseits sei es vielleicht noch nicht zu spät, wenigstens einige von ihnen vor den Sportstadien aufzuhängen – nur um sie daran zu erinnern, wer hier am Ruder sitze. Die Schwarzen seien überhaupt als gutherzig zu bezeichnen. Immerhin hätten sie auch die weißen Frauen unter sich aufteilen können. Aber selbst hierfür sei es ja noch nicht zu spät. Abschließend heißt es in dem Kommentar, die Weißen meinten, Mandela sei der beste schwarze Präsident gewesen, was aus ihrer Sicht stimmen möge, denn er »verbrachte viel Zeit damit, mit ihnen zu lachen und sie zu umarmen«. Diese Zeit sei glücklicherweise aber nun vorbei, denn Südafrika würde schon bald einen Präsidenten bekommen, der »ein für alle Mal mit den Weißen aufräume«:[14] Jacob Zuma.
Der Wochenzeitung Zimbabwean Mail vom 29. März 2010 ist zu entnehmen, daß der ANC plant, nach Beendigung der Fußball-Weltmeisterschaft zu ähnlichen Enteignungsprogromen wie in Simbabwe überzugehen. Diese für Kenner des Landes lange vermuteten Pläne sickerten durch, als der Vorsitzende des ANC-Jugendverbandes (African National Congress Youth League - ANCYL), Julius Malema, Anfang April das nördliche, bereits vor 30 Jahren »befreite« und längst brachliegende Nachbarland besuchte. Im »Gedankenaustausch« mit Vertretern der Mugabe-Partei ZANU-PF und den »Kriegsveteranen« besprach er die organisatorischen Voraussetzungen für großangelegte Besetzungen weißer Farmen in Südafrika und die Vertreibung ihrer rechtmäßigen Eigentümer – politisch korrekt »Land Reform« genannt. Bei dieser Gelegenheit empfahl Malema seinen simbabwischen Genossen, auch noch die von Weißen und Ausländern geführten Firmen zu beschlagnahmen. Schließlich müsse sich die »Befreiung« weiterhin gegen den »westlichen Imperialismus« richten, da sie ansonsten nicht als vollendet anzusehen sei. Und selbstverständlich lasse er sich auch künftig nicht das Singen von Kill the Boer verbieten, das sei immerhin ein »Kampflied des ANC« und damit Teil der schwarzen Kultur. Er und seine Anhänger seien bereit, »die Waffen in die Hände zunehmen und für Zuma zu töten«. Das ist kein leeres Geschwätz! Mit Malema reiste eine große Delegation bestehend aus südafrikanischen Sicherheitskräften, Vertretern des Geheimdienstes und solcher Medien, die in enger Beziehung zum ANC stehen. Diese halten sich nun drei Monate in Simbabwe in einem Trainingskamp der Führungsakademie der Nationalen Armee Simbabwes (Zimbabwe National Army’s Staff College) auf und werden unter Leitung des Vorsitzenden der »Kriegsveteranen«, Jabulani Sibanda, auf die durchzuführende Landinvasion vorbereitet. Der Vorsitzende des Jugendverbandes der ZANU, Leslie Ncube, erklärte obendrein ganz unverhohlen, Malema sei auch gekommen, um sich in »revolutionärer Taktik« unterweisen zu lassen.[15]
Daß die Gemüter von den Parolen des ANC bzw. der ANCYL erfolgreich aufgehetzt werden, wird bereits mit einem Blick auf das Internetforum Facebook ersichtlich, wo junge aufgehetzte Schwarze kein Blatt vor den Mund nehmen.
Die Hetze trägt blutige Früchte. Kapitalverbrechen an Weißen sprengen in ihrer Menschenverachtung und Brutalität jede europäische Vorstellung. Selbst die unter Mandela ins Leben gerufene South African Human Rights Commission räumt ein, daß die meisten aller Überfälle gegen Weiße gerichtet ist, und daß für ein weißes Opfer der Risikofaktor bei einem solchen Überfall getötet oder verletzt zu werden, wesentlich größer sei, als für ein schwarzes Opfer.
Kurz nach dem brutalen Mord an Eugene Terre’Blanche, dessen Gesicht von seinen Meuchelmördern mit Knüppel und Machete bis zur Unkenntlichkeit zerschlagen worden war,[16] warnte die Forschungseinrichtung South African Institute of Race Relations - das Südafrikanische Institut für Rassenbeziehungen -, daß in Südafrika die Rassenspannungen deutlich angestiegen seien. Ein erster Grund hierfür sei die anhaltende Hetze (incitement) aus Kreisen des regierenden ANC, auf die »ethnische Minderheit« der Buren (Afrikaner) zu »schießen« und sie »zu töten«. Alles, was in den letzten 15 Jahren aufgebaut worden sei, um Rassenspannungen abzubauen, sei damit zunichte gemacht worden. Seit 1994 seien 250.000 Südafrikaner ermordet worden – eine Zahl, die schwarze, weiße und andersfarbige Südafrikaner einschlösse. Die kriminelle Gewalt in Südafrika sei außer Kontrolle (rampant) geraten und habe einen unerhörten Schaden im sozialen Gefüge des Landes angerichtet. In einem Umfeld (environment), in dem Recht und Ordnung zu weiten Teilen zusammengebrochen sind, müßten die Folgen oben genannter Mordaufrufe seitens politischer Führer sehr ernst genommen werden.
Als zweiten Grund für die katastrophale innersüdafrikanische Situation führt das Institut an, daß es der Regierung nicht gelungen sei, die Lebensbedingungen der schwarzen Massen zu verbessern. Auf den Richtlinien Affirmative Action und BEE (Black Economic Empowerment) sei ein Filzwerk der Korruption aufgebaut worden, an dem sich lediglich einige wenige Funktionäre des ANC gesund gestoßen hätten. Erschwerend für die Entwicklung käme hinzu, daß das gesamte Erziehungssystem inkompetent sei. Diese Gründe führten dazu, daß mehr und mehr der schwarzen Massen, ursprünglich die Stammunterstützer des ANC, sich nunmehr gegen die Regierungspartei wendeten. Gewalttätige Proteste und Demonstrationen, die sich gegen die Regierung richteten, würden im gesamten Land immer häufiger auftreten. Oftmals würde hierbei jedoch der Haß auf die weiße Minderheit gelenkt, die für die Mißstände im Lande verantwortlich gemacht würde. Nur allzu leicht würde man sich an den Vorbildern beim nördlichen Nachbarn orientieren, der die Weißen enteignet und sich ihrer weitgehend entledigt habe. Die Reise Malemas nach Simbabwe sei unter genau diesem Licht zu sehen.[17]
Die brutalen Morde an Weißen, denen in der Regel entsetzliche Folterungen der Opfer vorausgehen, sind, wenn überhaupt, nur mit den Greuel der Roten Armee und ihrer feigen Adepten bei ihrem Einfall 1945 in Ostdeutschland und ins Sudetenland oder mit denen der Roten Khmer in Kambodscha zu vergleichen. Vor allem die Vergewaltigungen weißer Frauen werden mit unbeschreiblicher Brutalität und barbarischer Menschenverachtung ausgeübt. Warum ist es »notwendig«, die Opfer auf eine Weise zu foltern, die kaum in Worte zu fassen ist? Warum werden die Opfer gezwungen, kochendes Wasser zu schlucken, warum werden Babys in Zeitungspapier eingerollt, mit Benzin übergossen und angesteckt? Warum werden Fingernägel ausgerissen, Brustwarzen abgebissen oder abgeschnitten und Fleischstücke aus dem Körper geschnitten? Warum werden Frauen nach den Vergewaltigungen abgeschlagene Flaschen oder Besenstiele in die Vagina gerammt, so daß sie unter entsetzlichen Schmerzen grauenhaft verbluten? Warum werden vergewaltigte Frauen ausgeweidet und wie Schlachtvieh aufgehängt?
Je brutaler und unglaublicher die Berichte über diese Überfälle lauten, desto mehr kommen einem zivilisierten Menschen Zweifel an der Authentizität der geschilderten Verbrechen. Werden sie vielleicht aus politischen Gründen aufgebauscht?
Nein. Sie entsprechen der blutigen Wahrheit.
Die Überfälle auf Farmer geschehen weder zufällig noch spontan. Sie sind in der Regel von langer Hand geplant. Tage und selbst Wochen vorher legen Späher für das »Hit-Squad« entsprechende Zeichen. So werden an der Einfahrt Gräser zu puppenartigen Bündeln geflochten, die Drahtzäune stellenweise zu einer Spirale gedreht, Steine, Flaschen, Dosen scheinbar unachtsam entlang des Weges geworfen. Jedes dieser Zeichen hat seine tiefere Bedeutung, abhängig von Farbe und Richtung, in die sie weisen. Alle diese »Angriffszeichen« beinhalten jeweils einen Code: alter Bure mit Frau, alleinstehendes Ehepaar, junge Familie mit Kindern, bewaffnet, unbewaffnet, Hunde, Alarmanlage usw.[18]
Das systematische Abschlachten weißer Menschen in Südafrika wird in den Medien als gewöhnliches Verbrechen dargestellt, denen keinerlei rassistischen Motive zugrunde lägen. Nur, wenn als Motiv Diebstahl angeführt wird, warum ist es dann nötig, das Opfer, das freiwillig Mobiltelephon oder Geldbörse den Verbrechern ausgehändigt hat, kaltblütig zu erschießen? Wenn das Motiv das Entführen eines Autos an einer Straßenkreuzung ist (car-hijacking), warum ist es nötig, daß die Entführer die Autofahrerin mehrfach vergewaltigen und ihr anschließend die Kehle durchschneiden? Wenn das Motiv Einbruch ist, warum müssen dann den Bewohnern des Hauses Körperteile abgeschnitten werden, bevor sie erschossen werden? Warum müssen Kinder, bevor sie selbst bestialisch ermordet werden, zusehen, wie ihre Mutter oder weiblichen Geschwister zu Tode vergewaltigt werden?
Bei den Farmmorden geht es darum, Angst und Schrecken unter den Farmern zu verbreiten und sie dazu zu bewegen, ihr Land preiszugeben – freizumachen für die schwarzen Massen. Die Mörder kommen so gut wie immer weg. Die unter dem ANC neu ausgerichtete Polizei ist entweder machtlos, unfähig oder unwillig, die Strafverfolgung aufzunehmen. Was darauf deutet, daß hier tatsächlich ein politisches Kalkül verfolgt wird. Charles Ngacula, seines Zeichens Minister für Sicherheit (Safety and Security) unter Thabo Mbeki, hatte schon vor Jahren erklärt: Die Weißen »können weiter jammern bis zum Gehtnichtmehr, weiter negativ sein wie sie wollen oder sie können ganz einfach das Land verlassen.«
Sollte es sich während des Gerichtsprozesses im Mordfall an dem bekanntesten Vertreter weißer Interessen (Selbstbestimmung!), Eugene Terre’Blanche, erweisen, daß die Mörder politisch motiviert waren, das heißt, daß sie sich durch die Hetzreden aus der Führungsriege des ANC angestiftet fühlten, wären die Konsequenzen dramatisch. Es wäre dann die Möglichkeit gegeben, die Führungsriege des ANC der Anstiftung zum Mord anzuklagen. Die weiteren Konsequenzen wären kaum abzusehen: Die weiße Minderheit könnte sich unter einer politischen Bewegung neu formieren und nicht geringe Teile der indischen Bevölkerung und selbst Teile der schwarzen und braunen Bevölkerung zu sich ziehen, da sie ein gemeinsames Ziel bzw. eine Grundauffassung vereint:
- die Regierung ist korrupt und hat viele demokratische Prozesse, die in der Verfassung angemahnt werden, unterminiert
- eine Zusammenarbeit oder Unterstützung der augenblicklichen Regierung ist deshalb nicht länger durchführbar
- die Regierung ist unfähig, im Lande Recht und Ordnung wiederherzustellen
- die Regierung ist unfähig, für die Sicherheit seiner Bürger zu sorgen
- die Regierung hat eine feindliche Einstellung gegenüber ethnischen Minderheiten im Lande
Diese Entwicklung gewinnt noch zusätzlich an Brisanz, da der ANC-Staat im wesentlichen von den Einnahmen der weißen Steuerzahler abhängig ist. Ebenso abhängig ist der Staat von den Nahrungsmitteln, die fast ausschließlich von weißen Farmern produziert werden. Nicht zuletzt sind es immer noch die Weißen, die den wesentlichen Teil der Intelligenz des Landes ausmachen, und auf die ein Staat, der funktionieren will, nicht verzichten kann. Und endlich droht dem ANC-Staat, daß die Mehrheit der Weißen, die seit 1994 gemäßigt aufgetreten ist und sich bislang kooperativ gezeigt hat, ihre Einstellung drastisch ändert. Sollte der Staat die weitgehende Unterstützung bzw. Duldung des Weißen Südafrikas verlieren, wären für den ANC alle Chancen vertan, aus dem Land eine erfolgreiche multikulturelle Demokratie zu schaffen.[19]
Diese vorhergesagte Entwicklung findet nun statt und nimmt konkrete Formen an! Die meisten Weißen, viele Jahre nach 1994 wie benebelt und lethargisch inaktiv, fangen an, sich wirkungsvoll und rasch zu organisieren. Dies geschieht nicht nur auf kulturpolitischer, sondern auf sicherheitsorganisatorischer Ebene.[20] Überall im Land werden Burenkommandos reaktiviert, lokale und regionale Community Patrols gegründet. Diese neue Bewegung hat nichts mit ausgesprochen rechtsgerichteter Motivation zu tun, sondern basiert ausschließlich auf dem Willen zu überleben. Und dieser Wille hat alle Weißen ergriffen: Buren ebenso wie Engländer, Deutsche, Portugiesen, Griechen.
Sind die Massenmorde in Bosnien »gewöhnliche Verbrechen« gewesen, denen keinerlei rassistischen Motive« zugrunde lagen? Nein! Waren »rassistische Motive« bei dem von Hutu an Tutsi begangenen Völkermord in Ruanda maßgebend? Natürlich! Warum soll dieses Motiv - Rassenhaß - aber nicht auch für die Massenmorde in Südafrika gelten? In jedem anderen Land der Welt wird die systematische Tötung einer Volksgruppe als das bezeichnet, was es tatsächlich ist: Völkermord. Als solcher ist er ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das in jedem anderen Land einen Aufschrei von Menschenrechtsorganisationen zur Folge hätte – von politischen Konsequenzen ganz abgesehen. Die Vereinten Nationen würden eine Krisensitzung nach der anderen abhalten. Die Überschriften der bedeutendsten Zeitungen der Erde würden fast gleichlautend anklagen: Völkermord in Südafrika! Im Fernsehen würden Bilder von den grausam verstümmelten Leichen und die weinenden, trauernden Familienangehörigen gezeigt werden. Bilder, die nie mehr aus den Gehirnen derjenigen, die sie je gesehen haben, gelöscht werden würden.
Anders in Südafrika: Hier wird der Völkermord an Weißen zu einer Statistik bagatellisiert, die noch nicht einmal in den Jahresberichten der Polizei aufgeführt wird, sondern einfach als ein gewöhnliches Verbrechen nach dem Motto »Überfälle und Morde geschehen ja auch anderswo« verniedlicht. Es gilt anzuklagen, daß in Südafrika ein Rassenkrieg im Gange ist, ein Völkermord an Weißen stattfindet. Das ist die Realität von Südafrika im Jahre 2010!
Claus Nordbruch, in: Deutschland in Geschichte und Gegenwart, Nr. 2/2010, S. 2-10.
[1] Vgl. http://de.eurosport.yahoo.com/27012010/73/wm-2010-hoeness-poltert-blatter-suedafrika.html
[2] http://de.eurosport.yahoo.com/100419/12/380xk.html
[3] http://www.mg.co.za/article/2010-02-10-vuvuzelas-not-instruments-of-war
[4] Vgl. http://www.nationmaster.com und http://www.guardian.co.uk/news/datablog/2009/oct/13/homicide-rates-country-murder-data
[5] http://wm-2010.t-online.de/wm-2010-in-suedafrika-dfb-team-bekommt-kugelsichere-schutzwesten/id_20300752/index
[6] Vgl. http://soulfood101.wordpress.com/2009/05/28/this-is-the-real-reason-group-4-securicor-will-not-work-at-the-fifa-2010-world-cup/
[7] http://de.eurosport.yahoo.com/28012010/73/wm-2010-mission-suedafrika-abenteuer-inklusive.html
[8] Peter Scholl-Latour, Afrikanische Totenklage, München 92001, S. 299.
[9] Peter Scholl-Latour, Afrikanische Totenklage, München 92001, S. 300f.
[10] Peter Scholl-Latour, Afrikanische Totenklage, München 92001, S. 303.
[11] Wie es zu der Übergabe kam, siehe: Claus Nordbruch, Volksbetrug am Kap, Berg 1998.
[12] Puleng Mashabane & Steven Tau, »Slaughter at 2010 soccer showpiece?«, in: The Citizen v. 24.10.2009.
[13] http://promoimages.iol.co.za/templates/pdf/totals.pdf
[14] »President Zuma will sort out White people«, in: Sunday Standard (Gaborone) v. 15.10.2006.
[15] Vgl. http://www.thezimbabwemail.com/zimbabwe/4904.html und http://www.thezimbabwemail.com/zimbabwe/4955.html
[16] Vgl. Claus Nordbruch, in: Der Südafrika-Deutsche v. S.1.
[17] http://www.sairr.org.za/sairr-today/sairr-today-press-release-statement-by-the-south-african-institute-of-race-relations-on-the-ramifications-of-the-killing-of-eugene-terreblanche-6th-april-2010
[18] http://www.dailymail.co.uk/home/moslive/article-1192088/South-Africa-World-Cup-2010--shootings-started.html
[19] http://www.sairr.org.za/sairr-today/sairr-today-press-release-statement-by-the-south-african-institute-of-race-relations-on-the-ramifications-of-the-killing-of-eugene-terreblanche-6th-april-2010
[20] Mindestens 12.000 weiße Menschen kamen zum Begräbnis von Eugene Terre’Blanche – die größte politische – als solche muß sie gelten – Zusammenkunft von Weißen seit 1994.
Claus Nordbruch, in: Die Aula (Graz), Heft Juni 2010, S. 34-35.