Ke Nako in Südafrika 2010. Willkommen im Lande der »Menschlichkeit«

Ke Nako in Südafrika 2010

Willkommen im Lande der Menschlichkeit

Der offizielle Wahlspruch, unter dem die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika steht, lautet: Ke Nako – Celebrate Africa’s Humanity. Was sich für Kenner des Landes wie übler Sarkasmus liest, ist von den Offiziellen der Fifa ernst gemeint, obgleich es sich sogar bis in die Reihen der Fußballfunktionäre herumgesprochen haben sollte, wie die tatsächlichen Lebensbedingungen und allgemeinen Verhältnisse am Kap aussehen.

Südafrika gehört längst zu den Ländern mit den weltweit höchsten Vergewaltigungs-, Mord- und Überfallraten. Aus diesem Grunde bestand der Deutsche Fußball-Bund auch darauf, seine Kicker mit schußsicheren Westen auszustatten. Aus diesem Grunde bieten inzwischen Beamte des Bundeskriminalamts Seminare an Deutschen Schulen über Verbrechensbekämpfung und Selbstschutz an. Und aus diesem Grunde liegen, einer Meldung des Südafrika-Deutschen (Pretoria) zufolge, bei der Deutschen Botschaft inzwischen Listen aus, in denen sich deutsche Staatsbürger eintragen können, um im Falle einer Evakuation aus dem Land geflogen werden zu können.

Kritiker, die nicht müde werden, die wahren Verhältnisse hierzulande anzuprangern, sind beim Establishment nicht gerade beliebt. Wer will sich auch schon die anvisierten lukrativen Einnahmen nehmen lassen?! Trotzdem sind die immer lauter werdenden Warnrufe nicht mehr zu überhören - weshalb den Apologeten des Neuen Südafrikas und den Propagandisten der Fußball-WM schon mal die Nerven durchgehen. So wurden Kritiker von ihnen inzwischen als »Arschlöcher« (!) beschimpft. Als solche bezeichnete die Journalistin Carol Lazar in der Touristenbeilage Travel am 17. April 2010 jedenfalls diejenigen »Cretins, die Scheißdreck über Südafrika« erzählen würden.

Eine etwas nüchternere Auffassungsgabe täte gut! Nick Buckles, der Geschäftsführer der größten Sicherheitsfirma der Welt (Securicor) beispielsweise hatte sich seinen Realitätssinn nicht nehmen lassen. Gegenüber Reuters hatte er bereits Ende Mai 2009 erklärt, daß seine Firma nicht die Sicherheit für die in Südafrika auszutragende Fußball-Weltmeisterschaft übernehmen werde: In Südafrika, das noch vor dem Irak und Afghanistan das gefährlichste Land der Welt sei, seien die organisatorischen und sicherheitstechnischen Bedingungen und Voraussetzungen einfach nicht gegeben. Und mit dieser Einschätzung liegt der Sicherheitsexperte goldrichtig!

Entscheidend bei einer Analyse über Südafrika bleibt die außer Kontrolle geratene Kriminalität. Ende September 2009 nahm der ANC den aktuellen Jahresbericht der Südafrikanischen Polizei zum Anlaß, sich selbst zu feiern: Die jährliche Mordrate sei um einige Hundert gefallen. Tatsächlich! Und zwar von 18.487 auf 18.148 Mordopfer um genau zu sein. Im gleichen ernüchternden Verhältnis stehen andere Kapitalverbrechen, die sich im Vergleich zu den Vorjahren nur unwesentlich verändert haben: versuchter Mord über 18.000, Raub mit schwerer Körperverletzung über 200.000, gewöhnliche Körperverletzung über 192.000, Autodiebstahl fast 76.000, Autoeinbruch über 109.000. Noch weniger Anlaß zu Enthusiasmus bieten die Statistiken zu den übrigen Verbrechen. Im Vergleich zum Vorjahr (Zeitraum jeweils April bis März) stieg die Zahl der Sexualverbrechen von über 63.800 auf 71.500, Raub mit erschwerenden Umständen von über 118.000 auf über 121.000, Einbruch in Geschäftsräume von über 62.000 auf 70.000, Einbruch in Privathäuser von über 237.000 auf über 246.000, Car-hijacking von 14.2000 auf 14.900, Raubüberfälle auf Geschäfte von 9.800 auf 13.900, Raubüberfälle auf Privathäuser- und Wohnungen von über 14.000 auf über 18.000 – nur um einige Beispiel zu nennen. Über 2,1 Millionen (!) schwere Verbrechen verzeichnet Südafrika jedes Jahr. Da erscheinen Afghanistan oder der Irak tatsächlich schon fast als lebenswertere Alternativen – vor allem wenn man bedenkt, welchen Visionen führende Funktionäre des regierenden ANC und der Südafrikanischen Kommunistischen Partei über die Zukunft des Landes huldigen.

Der Wochenzeitung Zimbabwean Mail  vom 29. März 2010 ist zu entnehmen, daß der ANC plant, nach Beendigung der Fußball-Weltmeisterschaft zu ähnlichen Enteignungsprogromen wie in Simbabwe überzugehen. Diese für Kenner des Landes lange vermuteten Pläne sickerten durch, als der Vorsitzende des ANC-Jugendverbandes (African National Congress Youth League  - ANCYL), Julius Malema, Anfang April das nördliche, bereits vor 30 Jahren »befreite« und längst brachliegende Nachbarland besuchte. Im »Gedankenaustausch« mit Vertretern der Mugabe-Partei ZANU-PF und den »Kriegsveteranen« besprach er die organisatorischen Voraussetzungen für großangelegte Besetzungen weißer Farmen in Südafrika und die Vertreibung ihrer rechtmäßigen Eigentümer – politisch korrekt »Land Reform« genannt. Und selbstverständlich lasse er sich auch künftig nicht das Singen von Kill the Boer verbieten, das sei immerhin ein »Kampflied des ANC« und damit Teil der schwarzen Kultur. Er und seine Anhänger seien bereit, »die Waffen in die Hände zunehmen und für Zuma zu töten«. Und getötet wird in Südafrika unentwegt – die Opfer sind meist Frauen und Buren.

Daß die Gemüter von den Parolen des ANC bzw. der ANCYL erfolgreich aufgehetzt werden, wird bereits mit einem Blick auf das Internetforum Facebook ersichtlich, wo junge aufgehetzte Schwarze kein Blatt vor den Mund nehmen.

Die Kapitalverbrechen an Weißen sprengen in ihrer barbarischen Menschenverachtung und unbeschreiblichen Brutalität jede europäische Vorstellung. Vor allem brutalen Morde an Buren, denen in der Regel entsetzliche Folterungen der Opfer vorausgehen, sind, wenn überhaupt, nur mit den Greuel der Roten Armee und ihrer feigen Adepten bei ihrem Einfall 1945 in Ostdeutschland und ins Sudetenland oder mit denen der Roten Khmer in Kambodscha zu vergleichen. Manche Opfer werden gezwungen, kochendes Wasser zu schlucken, Babys werden in Zeitungspapier eingerollt, mit Benzin übergossen und angesteckt, anderen Opfern werden Fingernägel ausgerissen, Brustwarzen abgebissen und Fleischstücke aus dem Körper geschnitten, Frauen werden, nachdem sie brutal vergewaltigt wurden, abgeschlagene Flaschen oder Besenstiele in die Vagina gerammt, so daß sie unter entsetzlichen Schmerzen grauenhaft verbluten, andere Opfer wiederum werden ausgeweidet und wie Schlachtvieh aufgehängt.

Das systematische Abschlachten weißer Menschen in Südafrika wird in den Medien als gewöhnliches Verbrechen dargestellt, denen keinerlei rassistischen Motive zugrunde lägen. Sind die Massenmorde in Bosnien auch »gewöhnliche Verbrechen« gewesen, denen keinerlei rassistischen Motive« zugrunde lagen? Waren »rassistische Motive« bei dem von Hutu an Tutsi begangenen Völkermord in Ruanda etwa nicht maßgebend? In jedem anderen Land der Welt wird die systematische Tötung einer Volksgruppe als das bezeichnet, was es tatsächlich ist: Völkermord. Als solcher ist er ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das in jedem anderen Land einen Aufschrei von Menschenrechtsorganisationen zur Folge hätte – von politischen Konsequenzen ganz abgesehen. Die Vereinten Nationen würden eine Krisensitzung nach der anderen abhalten. Im Europaparlament würden Sanktionen ausgearbeitet werden. Die Überschriften der bedeutendsten Zeitungen der Erde würden fast gleichlautend anklagen: Völkermord in Südafrika!

Genau das ist die Realität von Ke Nako in Südafrika im Jahre 2010!

Claus Nordbruch, in: Die Aula (Graz), Heft Juni 2010, S. 34-35.