Volksbetrug am Kap
Volksbetrug am Kap
Richtigstellungen zur jüngsten Geschichte Südafrikas
Vergriffen!
Mit Zwiegesprächen u.a. mit Jaap Marais, Robert van Tonder, Wilhelm Ratte, Constand Viljoen u.e.a.
Berg: VGB 1998
Geb., Abb.
334 Seiten
ISBN 3-86118-0715
Preis: 14,80 € - R160,00

 

1998/99 das meist verkaufte Sachbuch
in deutscher Sprache im südlichen Afrika!

Verlagsankündigung:

Ein gut lesbares Sachbuch, das die unaufhaltsame Zersetzung des heutigen Südafrikas unter der Herrschaft einer Allianz bloßstellt, die sich hauptsächlich aus Ex-Terroristen, aktiven Kommunisten und radikalen Gewerkschaftlern zusammensetzt. Die Leser werden hier mit Photos und Tatsachen konfrontiert, die bislang verheimlicht und verschwiegen wurden. Wahrscheinlich die gründlichste Kritik über das Neue Südafrika, die in deutscher Sprache bislang geschrieben worden ist.

 

Aus dem Geleitwort:

Bevor wir versuchen wollen, die in den letzten Jahren verdreht dargestellten geschichtlichen Entwicklungen Südafrikas richtigzustellen, bedarf es zunächst gewisser Erklärungen, da mit Sicherheit einige Redensarten und Ausdrücke in den deutschsprachigen Ländern Europas mißverstanden oder überhaupt nicht verstanden werden. Es handelt sich hierbei um Begriffe und Redewendungen, die von den Deutschen des südlichen Afrikas zwar ohne Mühe verwendet werden, im deutschen Stammland jedoch zwischenzeitlich entfremdet sind. Darüber hinaus sind im deutschsprachigen Mitteleuropa im Zuge der Politischen Correctheit (pc) selbst gebräuchliche Begriffe mittlerweile unanständig geworden oder gar negativ besetzt. Nehmen wir zum Beispiel das im Afrikaansen täglich gebrauchte Wort ›volksgenoot‹, zu deutsch Volksgenosse. Du lieber Himmel! Dabei war dieses Wort auch in Deutschland schon lange vor 1933 in Gebrauch. Na, Schwamm drüber, wir lassen uns auf eine diesbezügliche Diskussion unter den augenblicklich in Deutschland herrschenden pc-Verhältnissen nicht ein und übersetzen das Wort brav mit Volksangehöriger, und das ist ja ohnehin schon schlimm genug. Übrigens herrscht in Südafrika, und das muß wohl ganz besonders für die Leser in der Ersten Welt hervorgehoben werden, trotz allem politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und infrastrukturellen Niedergang immer noch Meinungsfreiheit, jedenfalls zum größten Teil. Sollte der verehrte Leser innerhalb der folgenden Darstellungen und Gespräche also auf Redewendungen oder gewisse Ausdrücke stoßen, die in seiner abendländischen Heimat nicht pc-konform oder gar verbannt sind, möge er sich bitte in die - natürlich kaum noch vorstellbare - Lage versetzen, daß es sehr wohl noch Länder gibt, in denen man sagen darf, was man denkt oder glaubt. Im übrigen sollte man sich des bekehrenden Wahns entledigen, partout die eigenen Wertvorstellungen und Normen, seine dogmatischen Auffassungen von gut und böse oder richtig und falsch, anderen Völkern und Kulturen aufdrängen zu müssen.

Südafrika ist ein Land der Vielfältigkeit. Hier leben Dutzende von Völker und Kulturen bisweilen mehr oder weniger dicht aufeinandergepreßt zusammen. Eines dieser Nationen ist das eigenartige Volk der Buren. Eigenartig? Sicher doch! Für die Buren haben die nationalen Feiertage noch ihre ursprüngliche Bedeutung von Gedenktagen behalten, d.h. sie sind keine willkommenen arbeitsfreien Fernseh-, Fußball- und Sauftage. Die Buren leben geschichtsbewußt und sind mit ihren historischen Leistungen und Toten verbunden.

Südafrika ist ein Land, in dem es - für europäische und vor allem deutsche Ohren unfaßbar -, keine Einwohnermeldeämter gibt. Übrigens genauso wenig wie ein Versicherungszwang existiert. Niemand ist verpflichtet, eine Kranken-, Haftpflicht-, Unfall-, Diebstahl- oder gar Sozialversicherung abzuschließen. Bei Wahlen, insbesondere bei kommunalen Nachwahlen, entscheiden oft wenige Stimmen. Das ist doch bei uns auch so, möchte man an dieser Stelle vielleicht einwerfen, schließlich ist das praktizierte Demokratie. Brav gedacht, nur, in Südafrika bedeuten wenige Stimmen tatsächlich nur eine Handvoll und nicht ein paar Zigtausend. Warum dem so ist? In Südafrika gilt nicht das Verhältnis-, sondern das Mehrheitswahlrecht, mit anderen Worten also das Prinzip ›winner takes all‹. So muten südafrikanische Wahlergebnisse bisweilen an, als seien sie von schweizerischen, österreichischen oder deutschen Vereins- oder Vorstandswahlen kopiert. Mitte Februar 1997 kam es beispielsweise in Aliwal North in der Ostkap zu kommunalen Nachwahlen, bei denen sich die Nationale Partei gegenüber dem African National Congress durchzusetzen vermochte - und zwar genau mit 349 zu 100 Stimmen. Wenn in Südafrika eine Partei also 1000 Stimmen erreicht, ist das im Verhältnis zu Deutschland durchaus mit 100.000 Stimmen gleichzusetzen.

Seit der geplanten Ermordung des Ersten Ministers Dr. H.F. Verwoerd im Jahre 1966, vor allem aber innerhalb der letzten 15 Jahre, hat die Uneinigkeit unter der weißen Bevölkerung und hier besonders innerhalb der größten Volksgruppe, die der Buren, nahezu alle Aspekte des menschlichen Lebens ergriffen. Diese Zerstrittenheit untereinander hat wesentlich zum Untergang Südafrikas als Staat der Ersten Welt beigetragen.

So ernst und essentiell der Streit untereinander auch ist, bisweilen nimmt er tragikomische Züge an, die die Intensität der inneren Zerrissenheit jedoch nur noch deutlicher dokumentieren; denn noch nicht einmal darüber, wie man sich eigentlich selbst bezeichnet, herrscht Einigkeit. Sind es nun Afrikaaner oder Buren oder gar Buren-Afrikaaner? Sowohl für die Verwendung des Wortes Afrikaaner als auch für den Begriff Bure gibt es gute Gründe. Das Problem ist jedoch zu diffizil und im Grunde genommen zu irrelevant, als daß es an dieser Stelle aussortiert werden könnte. Wenn sich der Autor trotz der Vielfalt aller Argumente, die für und die gegen die einzelnen Begriffe sprechen, den Begriff Bure als Beschreibung für den afrikaanssprechenden Weißen bevorzugt, so liegt hierin keine politische Wertung in dem Sinne begründet, ein liberal gesinnter Afrikaanssprechender sei ein Afrikaaner, ein Konservativer dagegen ein Bure. ›Bure‹ ist sprachgeschichtlich der ältere von beiden Begriffen und wird als solcher auch hauptsächlich in den deutschsprachigen Ländern gebraucht. So spricht man beispielsweise zu recht von den historischen Burenrepubliken und nicht von Afrikaanerrepubliken; oder vom Anglo-Buren-Krieg 1899-1902 und nicht vom Anglo-Afrikaaner-Krieg. Jeder, der Südafrika schon einmal unvoreingenommen besucht hat, hat auf die eine oder andere Weise mit Burenmusik und Burenwurst Bekanntschaft gemacht. Die Tatsache, daß im politisch correcten Umgang mit der deutschen Sprache heutzutage der Begriff ›Afrikaner‹ , also nur mit einem Vokal ›a‹, im Sinne von ›Neger‹, ›Schwarzer‹ oder völlig falsch ›Farbiger‹ verwendet wird, hat ebenfalls dazu beigetragen, sich für die Verwendung ›Bure‹ zu entscheiden, zumal es im Afrikaansen den Begriff ›Afrikaaner‹ nicht gibt. (Wenn er später manchmal während der Gespräche dennoch verwendet wird, so deshalb, da dies in diesem speziellen Fall die einzige Möglichkeit ist, das afrikaanse Wort ›Afrikaner‹ sinngemäß als ›Afrikaaner‹ zu übersetzen.)

Ein gewichtiger Anteil des Buches wird der fatalen Zersplitterung und Uneinigkeit der Buren untereinander gewidmet. Nach unserer Auffassung kann Südafrika seinen einstigen Ruf als ernstzunehmender und zivilisierter Staat nur dann zurückgewinnen, wenn hier eine baldige Einigung erreicht werden kann. VOLKSBETRUG AM KAP möchte deshalb dazu beitragen, daß in naher Zukunft unter gleichermaßen Betroffenen die zur Freiheit notwendige Einigkeit gefunden wird. Freiheit, als das gemeinsame höhere Ziel aller Beteiligten, ist nicht allein zu erringen. Das Buch versucht dabei selbst, keine Position für eine explizite Partei oder Organisation zu nehmen. Allerdings wendet es sich ebenso explizit gegen die Ächter der Menschlichkeit und Leugner der menschlichen Vielfalt. In der oben genannten Eintracht sieht der Autor die einzige Möglichkeit, daß in Südafrika wieder die Sonne aufgeht.

Genug der Worte, die alles andere als belehrend verstanden werden sollten. Diese einleitenden Sätze dienten einzig und allein der Information, um die folgenden Darlegungen besser verstehen und den einen oder anderen Gedanken nachvollziehen zu können.

Die im Folgenden angeführten Überlegungen und Schlußfolgerungen sollen als Versuch verstanden werden, einen Beitrag zur Wahrung der Interessen aller und nicht nur einer begrenzten Volksgruppe zu leisten. Den Südafrikaner gibt es genauso wenig, wie es die südafrikanische Sprache gibt; wenn trotzdem einmal der Ausdruck Südafrikaner benutzt wird, so ist damit die weiße Nation Südafrikas gemeint. Diese besteht nach unserer Auffassung aus verschiedenen Völkern, die ihre Stammländer ausnahmslos in Europa haben. Hierbei handelt es sich hierbei primär um Niederländer, Deutsche, Franzosen und Briten - all diese in Südafrika lebenden Volksgruppen, von denen die Buren die größte darstellt, wollen wir im folgenden als weiße Nation oder schlicht als Südafrikaner definieren, während die farbigen und schwarzen Völker wiederum eigene homogene Kulturen darstellen und als solche anerkannt werden, also z.B. Zulus, Buschmänner, Griquas, Tswanas, Xhosas etc. Um voreiligen Spekulationen gleich entgegenzutreten: Diese Unterscheidung ist alles andere als rassistisch, wie vielleicht einige besorgte Menschenfreunde keck annehmen möchten. Nicht derjenige ist ein Rassist, der die verschiedenen Kulturen, die unterschiedlichen Normen und Werte innerhalb ethnisch-homogener Gemeinschaften anerkennt und respektiert, sondern derjenige, der die wunderbare Vielfalt der Völker leugnet und an deren Stelle gleichmacherisch eine nichtssagende knetbare Menschenmasse stellt. Wirkliche, d.h. ernstgemeinte Humanität anerkennt die Existenz aller Völker in Südafrika und versteht die schwarzen, farbigen und weißen Völker als ›afrika-eigene‹ Bestandteile dieses Landes. Sie alle verfügen über eigene Sprachen, über eigene Kulturen, über einen eigenen geschichtlichen Hintergrund etc. und haben somit ein Recht auf eine eigene Identität und folglich auch ein Recht auf einen eigenen Staat.

Das vorliegende Buch beantwortet in erster Linie die Frage, wie es zum Sonnenuntergang auf allen Gebieten des menschlichen Lebens in Südafrika kommen konnte. Dem Autor ist klar, allein schon mit dem Buchtitel anzuecken, da man weitläufig die Meinung vertritt, seitdem in Südafrika die böse Apartheid abgeschafft worden sei und der Staat seit 1994 von der guten Mehrheit demokratisch regiert werde, im Lande sozusagen Gerechtigkeit, Frieden und Wohlstand ausgebrochen sei. Das Gegenteil ist der Fall.

Es ist bekannt, daß eine Person, die sich aktiv an einem ›Freiheitskampf‹ beteiligt, mit verschiedenen Ausdrücken belegt werden kann. Ob sie nun als Terrorist oder als Freiheitskämpfer bezeichnet wird, ist insofern vollkommen subjektiv, da es von der Einstellung und Sichtweise desjenigen abhängt, der von dem jeweiligen Begriff Gebrauch macht. Der Autor begründet seine Entscheidung, gewisse Termini zu gebrauchen, mit der Geschichte und dem Wesen des ANC - wohlwissend, daß hierbei einigen engagierten ›Kennern‹ Südafrikas in Deutschland - oder besser: den Machern der Meinung über Südafrika - gehörig auf die Füße getreten wird, aber dies wird ohnehin höchste Zeit.

VOLKSBETRUG AM KAP belegt, daß sich Südafrika in der weitaus gefährlichsten innenpolitischen Sackgasse seiner Geschichte befindet. Der einst blühende und florierende Staat ist binnen kürzester Zeit zu einem Land der Dritten Welt verkommen. Die Belege zu dieser desillusionierenden Feststellung werden geliefert, abgesehen davon, daß sie jedem, der nicht gerade Tomaten auf den Augen hat, eben in jene springen. In Südafrika ist die Sonne nicht erst 1994 untergegangen. Ihr Untergang ist eingehend geplant worden. Das vorliegende Buch steigt in die letzte Phase des Verrats an den Völkern Südafrikas ein, ins Jahr 1989.

Der deutsche Büchermarkt ist überschwemmt von Publikationen, die über das ›alte‹ Südafrika in grenzenlosem Haß und einer Mischung ständiger Belehrung und Drohung herfielen. Diese Wogen haben sich zwischenzeitlich geglättet. Das ›neue‹ Südafrika findet in Presse und Literaturbetrieb kaum noch die Beachtung, die ihr aufgrund der heutigen brenzligen Situation zukommen müßte. Der Mohr hat seine Schuldigkeit halt getan. Damit aber wendet sich VOLKSBETRUG AM KAP den interessierten und aufgeschlossenen Leser, dem die oberflächliche Information über sein (ehemaliges?) Traum- und Reiseland nicht genug ist.