Ein Nationalstaat für Buren
Ein Nationalstaat für Buren
Pretoria: Contact Publishers 1998
Br., viele Abb.
120 Seiten
ISBN 0-9584131-6-9
Preis: 6,50 € - R70,00

 

Ein nonkonformes Sachbuch, das den für Südafrika einzig möglichen Weg zum Frieden aufzeigt: Die einzige Überlebenschance für die Völker in Südafrika liegt - den vielen mittel- und osteuropäischen Beispielen der vergangenen Jahre folgend -, in der Schaffung ethnischer autonomer Staaten. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist unteilbar, es gilt auch für die Buren.

Aus dem Vorwort:

Südafrika hat sich seit dem 27. April 1994 in vielerlei Hinsicht grundlegend verändert. Erstmals in seiner Geschichte, wird das Land von einer Gruppe von Menschen regiert, die sich bezüglich ihrer Vergangenheit vor allem aus der Kommunistischen Partei und dem terroristischen Untergrund rekrutiert.

Südafrika sieht sich seit wenigen Jahren einer nie zuvor gekannten Welle des Zusammenbruchs ausgeliefert, unter der alle Völker Südafrikas zu leiden haben. Die einstigen Wahlversprechen der heute etablierten Machtinhaber sind sang- und klanglos verpufft. Noch nie waren in Südafrika so viele Menschen arbeitslos wie heute. Und noch nie waren so viele obdachlos. Die südafrikanische Währung, der Rand, einst neben dem Britischen Pfund, dem US-amerikanischen Dollar, dem Schweizer Franken und der Deutschen Mark die stärkste Währung der Welt, ist zu lächerlichem, inflationärem Spielgeld verkommen, wie es Länder der Dritten Welt zuhauf hervorbringen. Der Zustand der Armee, einst die schlagkräftigste auf dem Kontinent, ist heute derart desolat, daß die Streitkräfte zu schwach sind, das eigene Land zu verteidigen. Die Universitäten des Landes, die sich noch vor einigen Jahren mit dem Niveau jeder Hochschule der Welt messen konnten, haben ihren Standard, wie die Schulen übrigens auch, vollkommen eingebüßt. In allen In allen öffentlichen Einrichtungen und Ministerien, in der Polizei und Armee, in den Betrieben und Universitäten werden Einstellungen nicht mehr nach Erfahrung, Leistung und Qualifikation vorgenommen, sondern aufgrund einer Quotenregelung ("affirmative action"), die die entsprechenden Arbeitsplätze ausschließlich nach der Hautfarbe vergibt. Die Justiz mißt inzwischen derart offen mit zweierlei Maß, daß bedeutende Staatsanwälte hieraus die Konsequenz gezogen und ihren Dienst quittiert haben. Weder Minderheitenschutz noch das Recht auf Selbstbestimmung werden bei lebenswichtigen politischen Entscheidungen seitens der Regierenden berücksichtigt; wie überhaupt der Willen der Völker auf diktatorische Weise übergangen wird, wie man dies bezüglich der breiten Forderung nach einem Plebiszit über beispielsweise Abtreibung und Todesstrafe erleben konnte. Nur in einer "Disziplin" steht das "neue" und "demokratische" Südafrika an der Spitze der Weltrangliste - in der Kriminalität. Es werden hier täglich siebenmal mehr Menschen ermordet als in den Vereinigten Staaten von Amerika; täglich werden Tausende von Diebstählen und Einbrüchen begangen, Kinder und Frauen vergewaltigt, Autos "entführt", Drogen in Schulen geschmuggelt und Touristen überfallen, zusammengeschlagen, vergewaltigt, ermordet und/oder ausgeraubt.

Südafrika steuert unaufhaltsam dem totalen Chaos entgegen. Dieses Buch berichtet über die Teile der weißen Bevölkerung - und im besonderen über diejenigen der Buren -, die nicht länger bereit sind, sich der staatlichen Korruption, dem sittlichen und wirtschaftlichen Verfall, der unaufhaltsamen Kriminalität und der völkischen Unterdrückung hilflos auszuliefern. Es sind nicht nur die in Massen auswandernden Weißen, die sich dem Zustand der Anarchie und des totalen Verfalls verweigern; es sind auch und gerade diejenigen, die sich zusammenschließen, um den zum Untergang bestimmten Einheitsstaat Südafrika aufzulösen und neu zu organisieren. Südafrika in ethnische Gebiete aufzuteilen - ähnlich wie dies unter anderem in der Sowjetunion, Jugoslawien und der Tschechoslowakei bereits geschehen ist und sich auch in Italien, Britannien und Kanada abzeichnet - sehen diese Weiße - und mit ihnen viele Mischlinge und schwarze Völker, wie z. B. die Twsanas, Sothos und Zulus -, als die einzige Möglichkeit, im südlichen Afrika nach den eigenen Bedürfnissen in Frieden und Wohlstand leben zu können. Es handelt sich dabei um die Errichtung von südafrikanischen Nationalstaaten. So berichtet dieses Buch in erster Linie dann über die verschiedenen Auffassungen für die Schaffung eines solchen Nationalstaates für Buren, oder wie das burische Volk ihn nennt, einen Volksstaat.

Buchbesprechungen

Verdienstvollerweise hat der Autor eine systematische Darstellung der "Volksstaatsidee" vorgelegt: Über ein Dutzend unterschiedlich verorteter Konzepte werden vorgestellt! Dabei ist unter den Buren noch nicht einmal eine klare Mehrheit für die Idee als solche erkennbar; sie erfährt sowohl von links (Nationalpartei) wie auch von rechts (HNP) Ablehnung - von den schwarz bestimmten Parteien (ANC) ganz zu schweigen. Der Autor schwankt denn auch zwischen Resignation und Zuversicht. Er räumt ein, daß "es keine Volksbewegung im eigentlichen Sinne gibt, die einen Volksstaat erzwingen möchte" und beklagt die fatale "Zerstrittenheit unter den Buren" und deren "geradezu pathetischen Drang zu Selbstgefälligkeit und Kritiklosigkeit". Als zentrale Voraussetzungen für einen Volksstaat nennt er Nationalismus, Einigkeit, eine unabhängige ökonomische Basis sowie eine günstige allgemeinpolitische Situation in Südafrika. Der Autor scheut sich nicht, Partei zu ergreifen, und macht kein Hehl daraus, daß er nicht an eine Lösung am Verhandlungstisch glaubt; seine Sympathie gilt "beherzte(n) Personen", die wie Kommandant Wilhelm Ratte, Widerstand zu leisten wagen.
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