Alliierte Pläne zur
Ausrottung des deutschen Volkes
»Was sollen wir mit Deutschland machen?«
Maßnahmen zur Vernichtung des Herzens Europas
Der vorliegende Artikel wurde im Mai 2001 in den VIERTELJAHRESHEFTEN FÜR FREIE GESCHICHTSFORSCHUNG veröffentlicht, wo er mit Anmerkungen und Quellenverweisen nachzulesen ist. Der Text basiert auf einem Kapitel aus Dr. Nordbruchs Buch, das unter dem Namen »Der deutsche Aderlaß« im Mai 2001 bei Grabert erschienen ist. Im »Aderlaß« setzt der Verfasser sich kritisch u.a. mit der Thematik »Ungesühnte Verbrechen an Deutschen und die Frage nach deren Entschädigung« auseinander.
Lange vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, und erst recht lange bevor der Ausgang dieses europäischen Brudermordes absehbar war, hatten die späteren Sieger und ihre Komparsen bereits Pläne für eine künftige Behandlung Deutschlands entworfen, die allesamt Verstöße gegen geltendes Völkerrecht beinhalteten. Neben der beabsichtigten Entmilitarisierung und Entnazifizierung waren vor allem Pläne zur Vernichtung bzw. Austreibung der Deutschen aus vielen angestammten Gebieten vorgesehen. So wurde beispielsweise die Austreibung der Sudetendeutschen schon im Dezember 1938, also noch fast ein Jahr vor dem offiziellen Ausbruch des Krieges, durch den späteren tschechischen Präsidenten Eduard Benesch propagiert. Ohne daß er dabei jedoch die Vorreiterrolle gespielt hätte. Der Deutschenhaß der Tschechen war viel älter. Bereits während des Prager Panslawistenkongresses im Jahre 1848 wurde eine Entschließung gefaßt, nicht nur alle Sudeten-, sondern auch alle Ostdeutschen östlich der Isthmuslinie Triest-Stettin zu vertreiben. Im Sommer 1917 übergaben Benesch und der spätere Ministerpräsident Kramár den Alliierten ein Memorandum, in dem sie die Zerstückelung Deutschlands und die Einverleibung großer Gebiete des Deutschen Reiches und Österreich-Ungarns in die zu schaffende tschechoslowakische Republik forderten. Nach Unterzeichnung des Versailler Diktats standen tschechisch-nationalistische bzw. panslawistische Äußerungen und Forderungen an der Tagesordung der Politik, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann. Sie alle hatten aber mehr oder weniger fanatisch die Vertreibung der Sudetendeutschen zur Absicht.
Dies waren mitnichten lediglich die fragwürdigen Gedanken einzelner
chauvinistischer, panslawistischer oder kommunistischer Politiker. Es handelte sich bei
diesen völkerrechtswidrigen Vorhaben um die offiziellen Standpunkte der
Staatsführung: Den Beitritt zur Atlantik-Charta versah die Tschechoslowakei sogar
ausdrücklich mit dem Vorbehalt, daß mit der Unterzeichnung des Dokuments, die
Austreibung der Deutschen nicht gehindert werden dürfe. Bereits im September 1942
erhielt Benesch, pikanterweise Vorsitzender seiner national-sozialistischen Partei, die sich
nach dem Krieg in »volkssozialistisch« umbenannte, von der englischen Regierung
gewissermaßen Schützenhilfe. London ließ mitteilen, daß man gegen die
Ausweisung der Sudetendeutschen, einer Bevölkerungsgruppe, die in der Tschechoslowakei
ebensolange ansässig war wie die Tschechen und Slowaken, nichts einzuwenden habe. Im
Mai 1943 erhielt Benesch eine entsprechende Zusage von Roosevelt und im Juni 1943 dann auch
von dem sowjetischen Botschafter in Frankreich Bogomolow. Tatsächlich hatten die
Tschechen im allgemeinen und Benesch im besonderen nie ernsthaft beabsichtigt, das Ziel
einer entgermanisierten Tschechei auf dem Wege einer internationaler Aufsicht oder gar nach
humanen Kriterien zu erreichen. Im Juli 1944 kursierte im tschechischen Widerstand eine von
höchster Stelle herausgegebene Anweisung:
»Wir rechnen also mit der Möglichkeit der Durchführung eines Transfers
unserer deutschen Bevölkerung. Es kann jedoch heute noch nicht definitiv gesagt werden,
daß sämtliche drei Millionen Deutsche auf der Grundlage irgendeiner
internationalen Regelung transferiert werden können. […] Es ist notwendig,
daß wir in den ersten Tagen nach der Befreiung vieles selbst erledigen, daß
möglichst viele schuldige Nazisten vor uns fliehen, aus Angst vor einer
Bürgerrevolte gegen sie in den ersten Tagen der Revolution, und daß
möglichst viele derjenigen, die als Nazisten sich wehren und Widerstand leisten, in der
Revolution erschlagen werden.«
Nach der militärischen Kapitulation mußten die Tschechen nicht mehr
konspirativ agieren und bekannten sich denn auch öffentlich zu ihren blutigen
Absichten. Am 31. Mai 1945 stellte die tschechische national-sozialistische Zeitung SLOVO
NÁRODA lapidar fest:
»Es wird nicht geduldet, daß sich Bürger deutscher Volkszugehörigkeit
frei unter der tschechischen Bevölkerung herumtreiben.«
Mit dieser bezeichnenden Ankündigung wollen wir zusammenfassen, daß es erwiesen
ist, daß die tschechoslowakische Exilregierung unter Benesch eindeutig auf eine
ethnische Säuberung in einer wiederherzustellenden tschechoslowakischen Republik
hingearbeitet und diese, wie im folgenden zu zeigen sein wird, auf menschenverachtende Weise
und entgegen jeglichen Völkerrechts auch durchgeführt hat.
Auch in Polen träumte man von expansionistischen Raubzügen und schwärmte
von polnischen Grenzen bis nach Stettin, ja selbst bis Berlin - und dies lange vor dem 1.
September 1939: im offiziellen Programm des polnischen Westmarkenverbandes hieß
es:
»Die natürliche Grenze Polens ist im Westen die Oder.« Auf einem Flugblatt
des Vorbereitungsausschusses zur Grunwald-Feier zum Gedenken an die Schlacht von Tannenberg
1410 wurde angekündigt: »Wir werden zurücknehmen, was uns der Deutsche
weggenommen hat an der Elbe, Oder und Weichsel!«
Als Vorsitzender der Großpolnischen Landwirtschaftsvereine sagte Stanislaw
Mikolajczyk am 21. Juni 1939:
»Man muß sich darüber Rechenschaft geben, daß Polen solange keinen
Frieden kennen wird, solange es sich nicht auf die Oder stützen kann.«
Am 7. August 1939 äußerte sich die Thorner SLOWO POMORSKIE über die
Deutschen:
»Deshalb sagen wir Polen heute ganz deutlich: Geht dahin zurück, woher Ihr
gekommen seid. Auf Schubkarren, die von Hunden gezogen wurden, kamt Ihr angekarrt. Ihr
brachtet nur ein schlechtes Unterbett mit. Mit einem solchen könnt Ihr wieder
losziehen.«
Die Wochenschrift NARÓD W WALCE forderte am 20. Juli 1939 Danzig müsse
»polnisch bleiben« und Deutschland gezwungen werden, den ostpreußischen
Raum ohne Bevölkerung an Polen abzutreten.
Ähnlich wie die Tschechoslowakei erhielt auch Polen während des Krieges vor
allem aus London Rückendeckung. Der Besetzung Ostdeutschlands durch die Polen und eine
damit verbundene Massenvertreibung der Deutschen sah Churchill gelassen entgegen. Zwar
gestand er ein, daß es in Britannien viele Menschen gebe, die einer Ausweisung
entgegenstünden, ihn persönlich diese aber nicht beunruhigen würde. Im
Gegenteil. Bereits am 15. Dezember 1944 meinte der britische Premierminister im Unterhaus:
Die vollständige Austreibung der Deutschen aus dem von Polen neu zu erwerbenden Gebiet
im Westen und Norden sei die Methode, die, »soweit wir sehen können, am meisten
befriedigt und am dauerhaftesten sein wird. Es wird keine Vermischung der Völker geben,
aus der endlose Schwierigkeiten entstehen, wie es bei Elsaß-Lothringen der Fall
gewesen ist. Es wird reiner Tisch gemacht werden. Ich erschrecke nicht vor dem Gedanken,
Bevölkerungen umzusiedeln, erschrecke nicht einmal bei diesen großen
Umsiedlungen, die unter neuzeitlichen Bedingungen eher möglich sind, als sie es je
zuvor waren.«
Seiner Meinung nach könnten sechs Millionen Deutsche »bewältigt«
werden. Diese Zukunftsvisionen waren mitnichten Propagandageschwätz, sondern stellten
die tatsächliche Meinung des britischen Premiers dar. Auf der 4. Sitzung der Konferenz
in Jalta bekräftigte Churchill nochmals seine menschenverachtende Auffassung:
»In der Frage der Verschiebung der polnischen Grenze nach Westen möchte die
britische Regierung folgenden Vorbehalt machen: Polen müsse das Recht erhalten, sich
das Gebiet zu nehmen, das es nehmen wolle und das es verwalten könne. Es wäre aber
kaum zweckmäßig, wenn die polnische Gans derart mit deutschem Futter gestopft
würde, daß sie an Verdauungsstörungen stirbt.«
Zwei Sätze weiter erklärte er Stalin, daß er nicht vorschlage, »mit
der Vernichtung der Deutschen aufzuhören.«
Es ist vielleicht noch nicht ganz in Vergessenheit geraten, daß Churchill, der mehr
als vier Jahrzehnte seines Lebens u.a. damit verbracht hatte, Kriege gegen Deutschland
vorzubereiten bzw. zu führen, in der BRD als »großer Europäer«
gefeiert wurde und wird. Im Mai 1956 wurde ihm in Aachen für »seine Verdienste um
die Einigung Europas« der Karlspreis verliehen. Selbst nach Jahrzehnten seines
Ablebens scheint man in leitenden Positionen der BRD immer noch nichts hinzugelernt zu
haben: Im März 1999 brillierte Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping, der sich
während des Angriffskrieges der NATO gegen Serbien 1999 zweifelhaften Ruhm erworben
hatte, mit dem Vorschlag, Bundeswehrkasernen mit Namen von Wehrmachtsangehörigen, wie
z.B. Feldmarschall Erwin-Rommel-Kaserne, umzutaufen, und beispielsweise nach Winston
Churchill zu benennen.
Zurück zur Frage, was »man« mit Deutschland machen solle: Nach der
Konferenz in Casablanca vom 14. bis 25. Januar 1943 wartete US-Präsident Roosevelt mit
einer Sensation auf:
»Ich und der Premierminister Churchill werden uns nur mit einer bedingungslosen
Kapitulation Deutschlands, Italiens und Japans zufrieden geben.« Dieses kurzsichtige
Bekenntnis sollte wesentlich zur Verlängerung des Krieges beitragen, da mit ihr die
Möglichkeit für einen Verhandlungsfrieden zunichte gemacht worden war. Mit dieser
»Erklärung des totalen Krieges bis zum totalen Sieg« waren alle bis dahin
noch offen stehenden Brücken abgebrochen. Der Reichsregierung war spätestens zu
diesem Zeitpunkt klar, daß nun alle diplomatischen Möglichkeiten für
Friedensverhandlungen zunichte gemacht worden waren. Deutschland stand mit dem Rücken
zur Wand. Gab es eine andere Möglichkeit, als nach dem Motto »Sieg oder
Tod!« bis zum bitteren Ende weiter zu kämpfen und alle militärischen Wege
für einen endlichen Sieg auszuschöpfen? Und so unmöglich war ein deutscher
Sieg gar nicht. Der ungeheure Vorsprung der deutschen Wissenschaft, vor allem auf dem Gebiet
der Wehrtechnik, ist beispielsweise daraus ersichtlich, daß das Oberkommando des
Heeres bereits am 15. Oktober 1942 an eine Deckadresse, hinter der sich die deutsche
Atomforschung verbarg, den Prüfungsauftrag gegeben hatte, ob sich Atomzerfall und
Kettenreaktion zum Raketenantrieb eignen. Das war offenbar der Fall: Gegen Ende des
militärischen Schlagabtauschs bereiteten die Deutschen - um nur zwei der vorliegenden
»Wunderwaffen« namentlich zu nennen - ihre gigantische A4-Rakete für die
Produktion vor. Diese war 14 Meter hoch, wog knapp 11 Tonnen und hatte eine Reichweite von
370 Kilometern, wobei sie sich 100 Kilometer über den Erdboden erhob und eine
Höchstgeschwindigkeit von 5.400 km/h erreichte. Ihr Geheimnis bestand in einem
Raketenmotor, der mit Alkohol und flüssigem Hydrazin betrieben wurde. Da diese radar-
bzw. selbstgelenkte Rakete etwa fünfmal schneller flog als der Schall, konnte sie vor
ihrem Einschlag nicht gehört und damals auch nicht geortet werden. Eine weitere in
Vorbereitung befindliche Rakete war die A9, die etwa 13 Tonnen wog, mit Flügeln
bestückt war, eine Reichweite von etwa 5.000 Kilometer hatte und die unglaubliche
Höchstgeschwindigkeit von 9.400 km/h erreichen konnte. Der Erkenntnis des
Angehörigen des US-Führungsstabes in den besetzten Gebieten, Oberst D. L. Putt,
zufolge, der die Ermittlungen über den Stand der deutschen Atomrüstung leitete,
würde es nur noch wenige Wochen gedauert haben, »und die Deutschen hätten
über die Anwendung der mit Atombomben bestückten V2 die kriegsentscheidende Waffe
besessen.« Angesichts der unermeßlichen Erfindungen und Patente, die die
Alliierten unmittelbar nach Eintritt des Waffenstillstandes im Reich suchten, fanden und
beschlagnahmten - hierüber in einem gesonderten Kapitel später mehr - bekannte der
Stellvertretende Kommandierende General des US-Luftwaffen-geheimdienstes vor der
Gesellschaft der Aeronautischen Ingenieure:
»Die Deutschen bereiteten Raketen-Überraschungen für die ganze Welt im
allgemeinen und für England im besonderen vor, die, das ist höchstwahrscheinlich,
den Lauf des Krieges gewandelt haben würden, wenn die Invasion für die kurze Zeit
von einem halben Jahr verzögert worden wäre.«
Auch der britische Geheimdienst kam beispielsweise bezüglich der rasanten Entwicklung
der deutschen Düsenflugzeuge Me 262 zu dem Schluß, wenn Deutschland nicht bis
Juli 1945 geschlagen würde, habe es bei gutem Flugwetter die Überlegenheit in der
Luft über Deutschland und über den Armeen. Die ungeheure Motivation der Deutschen,
für den Endsieg zu kämpfen, fand nicht zuletzt ihre Triebkraft in immer wieder
kehrenden Androhungen der Alliierten, wie sie im Falle eines Sieges mit Deutschland und dem
deutschen Volk umzuspringen gedächten. Am 23. Februar 1944 bestätigte der
britische Außenminister Eden während einer Debatte im Unterhaus, »daß
Deutschland nicht den rechtlichen Anspruch werde erheben können, aus der
Atlantik-Charta in einer Weise Vorteile zu ziehen, daß die siegreichen Mächte
daran gehindert würden, territoriale Berichtigungen auf seine Kosten
vorzunehmen.«
Deutschland, so Eden, könne noch nicht einmal den rechtlichen Anspruch erheben,
daß überhaupt irgendein Teil der Charta »auf Deutschland anzuwenden
wäre.« Am 22. April 1944 bekräftigte Churchill dieses fragwürdige
Vorhaben:
»Kein Vertrag und keine Verpflichtung wird die Alliierten im Moment der deutschen
Kapitulation binden. So kommt es beispielsweise nicht in Frage, die Atlantik-Charta auf
Deutschland im Sinne einer Rechtsgrundlage anzuwenden, oder territoriale Veränderungen
und Grenzberichtigungen bei feindlichen Ländern auszuschließen. Wir werden
keinerlei Argumente gelten lassen. - Bedingungslose Kapitulation bedeutet, daß die
Sieger freie Hand haben.«
Es zeugt von einer schier unfaßbaren Groteske und einer unbeschreiblichen
Selbstüberheblichkeit, daß die Alliierten, allen voran die USA und Britannien,
vorgaben, ausgerechnet für Menschenrechte und Gerechtigkeit in den Krieg gegen
Deutschland zu ziehen. Die Kräfte für die Errichtung der Einen Welt zeichneten
sich bereits damals deutlich ab. Am 14. Juni 1942 betete (!) Roosevelt über den
Rundfunk:
»Gott der Freien, wir geloben heute unser Herz und unser Leben der Sache der gesamten
Freien Menschheit. Unsere Erde ist nur ein kleiner Stern im großen Universum. Aber wir
können, so wir wollen, aus ihr einen Planeten machen, der unbelästigt ist vom
Kriege, verschont ist von Hunger und Furcht, ungespalten ist durch die sinnlosen
Unterscheidungen von Rasse, Hautfarbe und Theorie. Der Geist des Menschen ist erwacht, und
die Seele des Menschen ist vorangeschritten. Gib uns das Geschick und den Mut, die Welt von
der Unterdrückung und der alten gemeinen Lehre, daß die Starken die Schwachen
aufessen müssen, weil sie stark sind, zu säubern. Schenke uns einen gemeinsamen
Glauben, daß der Mensch Brot und Frieden, Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit,
Freiheit und Sicherheit, Gelegenheit und die gleiche Chance, sein Bestes zu tun, nicht nur
in unserem Land, sondern in der ganzen Welt, kennenlernen wird. Und in diesem Glauben
laßt uns marschieren, auf die saubere Welt zu, die unsere Hände schaffen
können. Amen.«
Diese zu erstrebende Sauberkeit, so erklärte der Gutmensch Roosevelt nach der Konferenz von Teheran, sollte gekennzeichnet sein durch Beseitigung von Tyrannei, Sklaverei, Unterdrückung und Intoleranz. Ganz im Sinne der Globalisten der neunziger Jahre schwebte ihm eine »Weltfamilie demokratischer Staaten« vor.
In Abs. 2 der Atlantik-Charta vom 12. August 1941 heißt es, daß die Unterzeichner keine territorialen Veränderungen anstrebten, »die nicht mit dem frei zum Ausdruck gebrachten Wunsch der betreffenden Völker übereinstimmen.« Von dieser Neuauflage der Wilsonschen Interpretation des Selbstbestimungsrechtes der Völker waren die Deutschen ausdrücklich ausgeschlossen. Was es mit den amerikanischen Versprechungen bezüglich Gewährleistung des Selbstbestimmungsrechts der Völker auf sich hat, hatten die Europäer - allen voran die deutsche Nation - bereits nach Ende des ersten Weltkriegs erfahren dürfen. Wir erinnern uns: Damals wurden unter Mißachtung des Völkerrechts große Teile des Deutschen Reiches zugunsten anderer Staaten abgetrennt. Was damals den Bruch jeglicher Rechtsmoral ferner unterstrich, war die Tatsache, daß deutsche Gebiete sogar nach vorherigen Volksabstimmungen, die ausnahmslos zugunsten Deutschlands ausgefallen waren, abgetrennt und fremden Staaten zugesprochen wurden.
Vom 28. November bis 1. Dezember 1943 trafen sich die »Großen Drei« zu
einem Gipfeltreffen in der Botschaft der UdSSR in Teheran, um ihre Vorstellungen über
die Behandlung des Deutschen Reiches nach einem Siege gemeinsam abzustimmen. Für unsere
Untersuchung ist das schicksalhafte Engagement Churchills von Bedeutung, da er es war, der
zuerst eine Revision der Grenzen zugunsten Polens ins Gespräch brachte. Seine Regierung
sei der Meinung, »daß man Polen zweifelsohne auf Kosten Deutschlands
zufriedenstellen muß.« Diese Auffassung wurde von Roosevelt und Stalin geteilt,
wobei sich Churchill immer wieder als Vorreiter für die Idee von der Zerstückelung
des Reiches hervortat. Vor allem während der 2. Sitzung am 1. Dezember propagierte er
die Aufgliederung Deutschlands und plädierte für die Zerschlagung Preußens
als »die Wurzel allen Übels«, für die Abtrennung Bayerns und anderer
Provinzen von Deutschland. Seine Chance witternd, machte Stalin bei dieser Gelegenheit
Forderungen der Sowjetunion geltend:
»Die Russen haben keine eisfreien Häfen in der Ostsee. Deshalb brauchen die
Russen die eisfreien Häfen Königsberg und Memel und einen entsprechenden Teil
Ostpreußens.«
Tatsächlich setzten die Sowjets 1945 die Regierungsbezirke Königsberg und
Gumbinnen mit Königsberg (13.200 km²) unter sowjetische Verwaltung und
gründeten hier den Bezirk Kaliningrad, wobei das Memelland 1946 der neugegründeten
litauischen Sowjetrepublik einverleibt wurde. Während eines Umtrunks auf dieser
Konferenz platzte Stalin ein Trinkspruch heraus, der vor allem von Roosevelt mit herzhaftem
Lachen aufgenommen wurde:
»Die Stärke der Deutschen Wehrmacht hängt von 50.000 hohen Offizieren und
Wissenschaftlern ab. Ich erhebe mein Glas mit dem Wunsche, sie zu erschießen, sobald
wir sie erwischen; alle 50.000.«
Um Mißverständnissen vorzubeugen: Auch die Amerikaner waren
Massenerschießungen keineswegs abgeneigt. Im August 1944 meinte General Eisenhower in
Washington gegenüber dem britischen Botschafter, sämtliche Offiziere des
Oberkommandos der Wehrmacht sowie alle führende Kräfte der NSDAP ab
Bürgermeister und alle Angehörigen der Geheimen Staatspolizei sollten
ausgelöscht werden. Hierbei handelte es sich immerhin um eine Größenordnung
von etwa 100.000 Menschen. Mit den aus deutscher Sicht zunehmend negativ verlaufenden
Kriegsgeschehnissen, nahmen die Absichten der Alliierten über eine künftige
Behandlung des »deutschen Problems« sowohl immer dreistere als auch immer
konkretere Vorstellungen an. Sie sollten ihren einstweiligen Höhepunkt auf der
Konferenz von Jalta erleben. Dieses Gipfeltreffen der »Großen Drei«, fand
vom 4. bis zum 11. Februar 1945 im ehemaligen Zarenpalais Livadija bei Jalta auf der Krim
statt. Hier äußerten sich die Alliierten erstmals ausgedehnt über das Wesen
einer dem Deutschen Reich aufzuzwingenden bedingungslosen Kapitulation. Alle drei
Konferenzteilnehmer waren sich einig, daß nur eine solche Kriegsbeendigung in Frage
käme. Lediglich über verschiedene Einzelheiten war man sich noch nicht völlig
im klaren, z.B. ob man eine deutsche Regierung im Amt belassen solle, wie die einzelnen
Besatzungszonen vergeben werden sollten oder ob man Restdeutschland in einen nord- und
süddeutschen Staat mit Wien als Hauptstadt des letzteren aufteilen wolle. Letztlich sei
dies aber alles unmaßgeblich. Churchill erklärte:
»Seiner Meinung nach sei es nicht erforderlich, die Deutschen über die Politik
zu informieren, die in Zukunft gegenüber ihrem Land zur Anwendung kommen wird. Man
müsse den Deutschen bekanntgeben, sie sollten nach der Kapitulation Deutschlands die
weiteren Forderungen der Alliierten abwarten. Die weiteren Forderungen würden den
Deutschen im gegenseitigen Einverständnis der Alliierten bekanntgegeben
werden.«
Diese Absicht konnte für die Deutschen nur eine Art Blankoscheck bedeuten.
Tatsächlich erklärte Churchill:
»Die bedingungslose Kapitulation sei eine Voraussetzung für die Einstellung der
Kampfhandlungen. Wer die Bedingungen einer bedingungslosen Kapitulation unterschreibe, ordne
sich dem Willen der Sieger unter.«
Als die Rotarmisten 1944/45 nach Ostdeutschland vordrangen, waren sie »vor allem
von offizieller politischer Seite psychologisch auf die Besetzung Deutschlands vorbereitet
worden. In unzähligen Frontzeitungsartikeln waren Verhaltensmaßregeln für
die Soldaten der Roten Armee festgelegt worden. Des weiteren äußerten sich
diesbezüglich auch Propagandisten und Schriftsteller, z.B. Alexej Tolstoj, Michail
Alexandrowitsch Scholochow (Die Schule des Hasses), Konstantin Michailowitsch Simonow
(Tötet ihn!) und Surkow (Ich hasse!). Am maßgeblichsten wirkten sich je-doch die
Flugschriften Ilja Ehrenburgs aus. In seinem Buch WOJNA (= Der Krieg), er-schienen 1943 im
Staatsverlag für schöne Literatur, Moskau, heißt es u.a.: »Die
Deutschen sind keine Menschen […] Wenn du nicht im Laufe eines Tages wenigstens einen
Deutschen getötet hast, so ist es für dich ein verlorener Tag gewesen […]
Wenn du einen Deutschen getötet hast, so töte einen weiteren - für uns gibt
es nichts Lustigeres als deutsche Leichen.« Nicht nur von politischer und
propagandistischer Seite wurde zu Verbrechen gegen die deutsche Bevölkerung und
deutsche Soldaten aufgerufen. Auch von militärischer Seite her war die Einstellung
eindeutig: Marschall Tschernjakowski konstatierte anläßlich des Einmarsches in
Ostpreußen in seinem Tagesbefehl u.a.: »Gnade gibt es nicht - für niemanden
[…] Es ist unnötig, von Sol-daten der Roten Armee zu fordern, daß Gnade
geübt wird. Sie lodern vor Haß und vor Rachsucht.« […] Andere
Aufrufe forderten ausdrücklich zur Vergewaltigung deutscher Frauen und Mädchen
auf. Heinz Nawratil weist darauf hin, daß auch Alexander I. Solschenizyn in seinem
zwischen 1964 bis 1968 verfaßten Roman Archipel Gulag berichte, daß die
Rotarmisten nach drei Wochen Krieg in Deutschland Bescheid gewußt hätten:
»[…] deutsche Mädchen dürfe man vergewaltigen und danach
erschießen, und das gelte fast noch als kriegerische Tat.« Der Schriftsteller,
Bürgerrechtler und Freund Heinrich Bölls, Lew Kopelew, habe, so Nawratil, die
Worte eines kommunistischen Agitators während des Einfalls in Ostpreußen
folgendermaßen geschildert: »[…] was ist zu tun, damit der Soldat Lust
zum Kämpfen behält? Erstens: er muß den Feind hassen wie die Pest, muß
ihn mit Stumpf und Stiel vernichten wollen […] zweitens […] er kommt nach
Deutschland und alles gehört ihm - die Klamotten, die Wei-ber, alles! Mach, was du
willst.« Ein derartiges Auftreten der Rotarmisten war sowohl unter den Soldaten der
Wehr-macht als auch in der deutschen Zivilbevölkerung bekannt. Bei den began-genen
Ausschrei-tungen handelte es sich nicht um Einzelfälle, sondern teilweise um von
höchster offizieller Stelle geduldete Massenverbrechen, die später als eines der
größten Völkerrechtsverbrechen der Neuzeit in die Geschichte eingehen
sollten« Mitnichten stellten die Haßtiraden und die Hetze des Ilja Ehrenburg und
Konsorten eine Ausnahme oder vereinzelte Propagandamaßnahmen der Sowjetunion dar. Der
Kriegsberichter Oberleutnant Günther Heysing hatte sich die Mühe gemacht, sowohl
aus sowjetischen Publikationen als auch bei Verhören von Rotarmisten Notizen zu machen
bzw. Zitate herauszuschreiben. So ist in der Soldatenzeitung BOJEWAJA TREWOGA vom 20.
Oktober 1944 zu lesen:
»Erzittere Deutschland! Erzittere verfluchtes Deutschland! Wir werden Dich mit Feuer
und Schwert durchziehen und in Deinem Herzen den letzten Deutschen, der russischen Boden
betreten hatte, erstechen.«
In einem Aufruf an die sowjetische Luftwaffe zu Beginn des sowjetischen Angriffs auf
Ostpreußen heißt es:
»Die Rote Armee ist zur Offensive angetreten, um den Befehl des Genossen Stalin zu
erfüllen und der deutschen Bestie den Todesstoß in ihrer Höhle zu versetzen.
[…] mit glühendem Haß im Herzen betreten wir das Land des verhaßten
Feindes. Wir kommen als Richter und Rächer. Der Feind muß ohne Gnade vernichtet
werden.« Der Kriegsrat und die Politische Verwaltung der 3. Weißrussischen Front
haben am 25. Oktober 1944 folgenden Aufruf erlassen:
»Vorwärts Sieger! Möge das deutsche Land, welches den faschistischen
Auswurf gezeugt hat, unter eurem dröhnenden Tritt erzittern! Möge der
blutrünstige verhaßte Feind, der uns soviel Leid und Qualen zugefügt hat,
erzittern und in den Strömen seines schwarzen Blutes ertrinken.«
In einem Referat über das Thema »Was verlangt die Kommunistische Partei von
einem Angehörigen des Kommunistischen Jugendverbandes im Fronteinsatz« vom
Oktober 1944 wird gesagt:
»Junger Krieger! Du weißt, welche furchtbaren Qualen und welches Leid die
Deutschen deinem Volk, deiner Familie, deinem geliebten Mädchen gebracht haben.
Räche sie erbarmungslos. Für das Leben jedes sowjetischen Menschen nimm zehn
Deutschen das Leben […] Denke daran, daß ein Tag, an dem Du keinen einzigen
Deutschen getötet hast, ein verlorener Tag war.«
Ein Gefangener der 88. S.D./S.R. 758 sagte aus: »Vor dem Betreten deutschen Bodens
wurde von Offizieren gelehrt, daß man den Besitz der deutschen Zivilbevölkerung
nicht zu schonen brauche und die Bevölkerung als Freiwild behandeln könne. Frauen
könnten vergewaltigt werden.«
Ein Gefangener des selbständigen Panzervernichtungsartillerieregiments 529 gab zu
Protokoll:
»In Polen wurde Diebstahl von Kartoffeln strengstens bestraft. In Ostpreußen
konnte jeder Lebensmittel entnehmen. Dagegen war das Entwenden von Kleidungsstücken und
anderen Gegenständen auch in Ostpreußen strengstens verboten, da diese für
den Abtransport in die UdSSR vorgesehen waren.«
Ein Überläufer der 135. S.D./S.R. 163 berichtete:
»Vor 2 Wochen sagte der Zugführer, daß die Soldaten beim Betreten
deutschen Bodens frei plündern und brandschatzen durften.«
Ein Überläufer der 331. S.R./S.D. 1104 bestätigte dies:
»Früher war das Beutemachen verboten, jetzt aber auf deutschem Boden ist es
nicht mehr strafbar. Jedermann kann so viel nehmen, wie er tragen kann.«
Ein Gefangener der 174. S.D./S.R. 494 gestand:
»Es wurde ihnen vom Kompaniechef und Zugführer gesagt, daß sie auf
deutschem Gebiet ungestraft plündern und sich auch an deutschen Frauen vergreifen
könnten.«
Wen kümmerte da schon Art. 28 HLKO, in dem es ausdrücklich heißt:
»Es ist untersagt, Städte oder Ansiedlungen, selbst wenn sie im Sturme genommen
sind, der Plünderung preiszugeben.«
Keineswegs standen antideutsche und volksverhetzende Aufrufe nur in der Sowjetunion an
der Tagesordnung. Auch in England und in den USA waren während des Krieges viele
Propaganda- und Hetzschriften gegen Deutschland und das deutsche Volk erschienen. In England
gehörte Sir Robert Vansittart zu den maßgeblichen Initiatoren germanophober
Aktivitäten. Als Erster Berater des britischen Außenministers genoß er in
diplomatischen Kreisen die bezeichnende Berufbezeichnung Deutschenhasser. In seinen
Büchern Black Record (1941) und Lessons of my Life (1943) vertritt er
den Grundgedanken, daß das deutsche Volk der ewige Störenfried der Weltgeschichte
sei, der »Mördervogel« unter den zivilisierten Nationen. Deshalb gelte es,
dieses barbarische, aggressive und mordlüsterne Verbrechervolk auszurotten. Vansittarts
Einfluß war enorm. Er gilt als Schlüsselfigur der britischen Kriegstreiberclique,
die darüber hinaus für drakonische Maßnahmen gegen Deutschland eintrat.
Gerade in Amerika erschien eine Reihe rassistischer und menschenverachtender
Veröffentlichungen. Hier seien auswahlweise aufgezählt What about
Germany? (1942) von L.P. Lochner, How to treat the Germans? (1943) von Emil
Ludwig und Germany: To be or not to be? (1943) von G.H. Seger und S.V. Marck. Als
die Amerikaner 1944/45 begannen Deutschland zu besetzen, wurde in der amerikanischen Truppe
kostenlos eine Schrift des New Yorker Rechtsanwalts und Vorsitzenden einer Hilfsorganisation
für jüdische Einwanderer, Louis Nizer, verteilt, das den überheblichen Titel
What to do with Germany? trug. In diesem Buch empfahl Nizer u.a., jeden deutschen
Offizier ab dem Dienstgrad Oberst vor Gericht zu stellen, das Schulsystem in alliierte
Hände legen und Deutschland die Schwerindustrie zu entreißen. Es handelte bei
diesem Pamphlet nicht etwa um eine unwichtige oder zu vernachlässigende
Propagandaschrift eines unbedeutenden Deutschenhassers: Der spätere US-Präsident
Harry S. Truman war, wie man dem Buchumschlag entnehmen kann, vom Inhalt gar hin- und
hergerissen:
»Ich habe What to do with Germany? soeben gelesen und ich finde, es ist eines der
faszinierendsten und bestunterrichteten Bücher, die ich je gelesen habe. Jeder in
unserem Lande sollte es lesen!«
Präsident Roosevelt verteilte die Schrift an seine Kabinettsmitglieder, General
Eisenhower versandte 100.000 Exemplare und ließ alle Offiziere seines Stabes
Aufsätze über den Inhalt des Machwerks schreiben. Nizers Buch strotzte nur so vor
Tiraden gegen alles Deutsche und die deutsche Nation selbst. Das Fatale war, daß die
Hetze von vielen höchsten Repräsentanten in Politik und Wirtschaft, beim
Militär und in den Medien als Tatsachenberichte gelesen und für bare Münze
genommen wurden. Der Grundton, auf den das Deutschlandbild dieses und anderer Propagandisten
gestimmt war, war die Annahme, daß die Deutschen eine negative Sonderrolle in der
Weltgeschichte spielten, die in ihrer Philosophie, ihrer Politik und ihrem Volkscharakter
ausdrückt werde. Der Nationalsozialismus sei lediglich der zeitgemäße
Ausdruck dauernder Aspirationen des deutschen Volkes, andere Völker auszubeuten und in
Knechtschaft zu stecken. Die Deutschen allgemein und eben nicht nur die Nationalsozialisten
wurden als die Bösen schlechthin erkannt und gebrandmarkt. So wundert es kaum,
daß im für die US-Armee 1944 herausgegebenen Taschenkalender Germany Weisheiten
stehen wie z.B.:
»Seit 1933, als Hitler an die Macht kam, ist die deutsche Jugend bedachtsam und
gründlich zur Welteroberung, zum Töten und zum Verrat erzogen worden.« (S.
7) »Wir Amerikaner kämpften gegen die Deutschen und Japaner, weil unsere Freiheit
bedroht wurde.« (S. 15) »Deutsche Aggression und deutscher Eroberungsdrang sind
nichts Neues in der Geschichte.« (S. 28)
Auch Churchill glänzte immer wieder mit neuartigen Geschichtsinterpretationen und
abstrusen Einschätzungen der Deutschen. Am 9. November 1940 beispielsweise
erklärte er in einer Rede im Mansion House, daß Österreich eines derjenigen
Länder sei, für die Britannien das Schwert gezogen hätte und für die ein
britischer Sieg Freiheit bedeuten würde. Am 21. September 1943 erklärte er, die
Deutschen verbänden in der tödlichsten Weise die Eigenschaften des Kriegers und
des Sklaven.
»Sie schätzen die Freiheit nicht für sich selbst und der Anblick von
Freiheit bei Dritten erfüllt sie mit Haß. Immer wenn sie stark werden, suchen sie
sich ihre Beute und folgen demjenigen, der sie dorthin führt, mit eiserner Disziplin.
Die Pestbeule Deutschlands ist Preußen.«
Verständlich bei derart fundamentalem historischen Hintergrundwissen, daß die
Guten - also die Alliierten und allen voran die Amerikaner -, dafür zu sorgen hatten,
daß diesem Volk für alle Zeiten die Möglichkeit genommen werden mußte,
den Gang der Weltgeschichte weiter zu beeinflussen - es mußte ausgeschaltet
werden.
Diese wortwörtlich zu verstehende Ausschaltung konnte auf verschiedene Weise
vorgenommen werden. Unter anderem ist die biologische Vernichtung des deutschen Volkes
vorgeschlagen worden, beispielsweise von Theodore Nathan Kaufman, dem Präsidenten der
Amerikanischen Vereinigung für Frieden (American Federation of Peace). Als solcher
gehörte er zu dem Beraterstab Roosevelts, der direkten Einfluß auf die
Entscheidungen des US-Präsidenten nahm. Kaufman veröffentlichte bereits 1940, also
zehn Monate bevor die USA offiziell in den Zweiten Weltkrieg eintraten, ein Buch mit dem
bezeichnenden Titel Germany must perish, zu deutsch: »Deutschland muß vernichtet
werden«. In dieser vor Haß triefenden Publikation, die als Kaufman-Plan in die
Geschichte eingegangen ist, forderte der Präsidentenberater die Ausrottung des gesamten
80-Millionen-Volkes der Deutschen, einschließlich der Frauen und Kinder, sowie die
Aufteilung des Reiches unter seinen Nachbarn. Konkret heißt es dort:
»Der jetzige Krieg ist kein Krieg gegen Hitler allein. Er wird auch nicht gegen die
Nazis geführt […] Es gibt für Deutschland nur eine Strafe: Deutschland
muß für immer vernichtet werden! Es muß sterben! Und zwar tatsächlich!
Nicht nur in der Einbildung! […] Es gibt keinen Mittelweg, keinen Ausgleich, keinen
Kompromiß: Deutschland muß sterben und für immer vom Erdboden verschwinden!
Die Bevölkerung Deutschlands beträgt etwa 80 Millionen, die sich auf die beiden
Geschlechter nahezu gleichmäßig aufteilen. Um die Auslöschung der Deutschen
zu erzielen, braucht man etwa 48 Millionen Menschen zu sterilisieren […] Die
Sterilisierung der Männer in den Heeresgruppen ist verhältnismäßig am
leichtesten und am raschesten durchzuführen. Angenommen, daß etwa 20.000
Ärzte eingesetzt werden und jeder von ihnen pro Tag mindestens 25 Operationen vornimmt,
dauert es höchstens einen Monat, bis die Sterilisierung in den Heeresgruppen
durchgeführt ist […] Da mehr Ärzte zur Verfügung stehen, ist noch
weniger Zeit erforderlich. Die Bilanz der männlichen Zivilbevölkerung kann
innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein. Da die Sterilisierung der Frauen und Kinder
etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, kann man für die Sterilisierung der ganzen
weiblichen Bevölkerung Deutschlands, einschließlich der Kinder, eine
höchstens dreijährige Frist annehmen. Da schon ein Tropfen deutschen Blutes den
Deutschen ausmacht, ist die Sterilisierung beider Geschlechter als notwendig zu betrachten.
Bei vollständiger Sterilisierung wird der Bevölkerungszuwachs durch Geburten in
Deutschland aufhören. Auf Grund der normalen Sterblichkeitsziffern von 2 Prozent
jährlich, wird das deutsche Leben jährlich um 1,5 Millionen Seelen schwinden. So
wird innerhalb von zwei Geschlechtern dasjenige zur vollendeten Tatsache werden, was sonst
Millionen Menschenleben und jahrhundertelange Anstrengungen kosten würde: Nämlich
die Auslöschung des Deutschtums und seiner Träger.«
Sehr ähnlich vertrat auch Ernest Albert Hooton, seines Zeichens Professor für Anthropologie an der Harvard Universität und Verfasser des am 4. Januar 1943 erschienenen Artikels Breed war strain out of Germans, die künftig einzuschlagende Politik gegen die Deutschen. Außer vielfältigen Genmanipulationen, um den Deutschen die »kriegerischen Erbanlagen« wegzuzüchten, empfahl er den Großteil der Angehörigen der Deutschen Wehrmacht für 20 Jahre oder länger in alliierten Staaten als Arbeitssklaven einzusetzen. In einer kanadischen Schrift wird das Programm auf die Formel No Germany, therefore no more German wars gebracht. Der Kriminalschriftsteller Rex Stout trat u.a. mit seinem Artikel Wir werden hassen - oder wir werden verlieren in der NEW YORK TIMES hervor. Der Journalist William S. Shirer pries die Idee von der Kollektivschuld und schlußfolgerte in einem Aufsatz mit dem bezeichnenden Titel They are all guilty - punish them (Sie sind alle schuldig - bestraft sie). Ein weiterer Weg der biologischen Ausschaltung wurde in Harvard ausgearbeitet. Die deutschen Männer sollten als Zwangsarbeiter auf die Nachbarvölker verteilt werden und in ihrer Freizeit diese Völker biologisch auffrischen und mit den martialischen Eigenschaften der Deutschen versehen. Wie bereits diese angeführten Beispiele belegen, hatte man sich also gerade auf amerikanischer und britischer Seite intensiv Gedanken gemacht, die deutsche Nation biologisch auszumerzen bzw. wirtschaftlich zu neutralisieren. Es kristallierte sich deshalb noch lange vor Eintritt des Waffenstillstandes heraus, daß es unbedingt galt, auch die deutsche Forschung auszuschalten. Als mögliche Wege zur Ausschaltung der Wissenschaft boten sich u.a. die Aneignung deutscher Patente, die Entführung und Verpflichtung der Wissenschaftler, das Verbot oder die Kontrolle von Laboratorien und Instituten an. Wie wir später darlegen werden, ist seitens der Alliierten auch diese verbrecherische Theorie in die Praxis umgesetzt worden.
Der tonangebende Macher dieser ausgefeilten und vielfältigen Taktiken zur
Vernichtung bzw. Ausbeutung Deutschlands war jedoch der Finanzminister der Vereinigten
Staaten von Amerika, Henry Morgenthau jr., »einer der führenden amerikanischen
Juden« . Er war es, der Roosevelt davon überzeugte, mit den Deutschen
»tough«, also hart, zu sein. Das vom Obersten Hauptquartier der Alliierten
Expeditionsstreitkräfte (SHAEF) im August 1944 herausgegebene Handbook for Military
Government in Germany, das als Anleitung für die Besatzungspolitik konzipiert war,
stieß wegen seiner »laschen Stellen« auf Morgenthaus Ablehnung.
Beispielsweise erschien Morgenthau eine wie im Handbuch vorgeschlagene tägliche
Zuteilung von 2000 Kalorien für arbeitende Deutsche viel zu hoch. Roosevelt war den
»Verbesserungsvorschlägen« angetan. Er stimmte darin überein,
Deutschland müsse hart angepackt werden, und er meinte damit ausdrücklich das
deutsche Volk, nicht nur »die Nazis«:
»Man muß die Deutschen entweder kastrieren oder sie so behandeln, daß sie
nicht erneut Leute in die Welt setzen, die so handeln wollen, wie sie es in der
Vergangenheit getan haben.«
Nach dieser generellen Übereinkunft wurde das Handbuch in aller Eile
zurückgezogen (»the Handbook was hastily withdrawn«).
Morgenthau, dessen Rücken von Roosevelt nun vorbehaltlos gestärkt wurde und
jener der damit quasi Narrenfreiheit genoß, wollte eine endgültige Entscheidung.
Er wollte die deutsche Frage ein für alle mal gelöst wissen. Er beabsichtigte, die
Endlösung für Deutsche durchzuführen. Hierfür stellte er seinen nach ihm
benannten Plan auf. Deutschland sei in Zukunft als entindustrialisierter,
bevölkerungsarmer Agarstaat zu behandeln. Morgenthaus Pläne wurden gemeinhin als
»Maßnahmen zur Verhinderung eines Dritten Weltkrieges durch Deutschland«
bezeichnet. Diese als Morgenthau-Plan in die Geschichte eingegangenen
»Maßnahmen« beinhalteten u.a. neben den Punkten Entmilitarisierung
Deutschlands, Restitutionen und Reparationen, Erziehung und Propaganda, Politische
Dezentralisation, Verantwortung der Armee für die Wirtschaft, Kontrolle der deutschen
Wirtschaftsentwicklung, einem Agrarprogramm und der Bestrafung von Kriegsverbrechern und die
Behandlung spezieller Gruppen vor allem auch »die neuen Grenzen Deutschlands«
und die »Aufteilung des neuen Deutschland«. Der VÖLKISCHE BEOBACHTER gab am
30. September 1944 die beabsichtigten Maßnahmen detailliert wieder:
»Die gesamte Stahlindustrie, die chemischen Werke und die Fabriken zur Herstellung
synthetischen Benzins sollen den Deutschen genommen und in andere Länder verlegt
werden. […] Die Erziehung der Jugend soll unter die Kontrolle der Vereinten Nationen
kommen, wobei die Schulen so lange geschlossen bleiben, bis sich genügend jüdische
Lehrer finden. Außerdem sollen zunächst neue Schulbücher hergestellt werden,
über deren Text sich Washington, London und Moskau noch einigen müßten. Eine
Universitätsbildung würde nach dem Plan Morgenthaus für die deutsche Jugend
überhaupt nicht mehr gestattet werden, die Gebäude der deutschen Hochschulen
geschlossen und ihre Bibliotheken und Forschungsanstalten zwischen Amerika, England und der
Sowjetunion aufgeteilt werden.«
Nach den Vorstellungen Morgenthaus galt es, Deutschland nicht nur völlig zu
entwaffnen, sondern auch die gesamte Industrie abzubauen bzw. zu vernichten. Die Bergwerke
und Kohlenschächte sollten überflutet werden. Auch hinsichtlich der zu
erbringenden Reparationen hatte Morgenthau detaillierte Pläne: Sie sollten weniger
durch Zahlungen und Ablieferungen erfolgen als vielmehr durch die Abtretung der vorhandenen
deutschen Hilfsquellen (Bodenschätze) und Gebiete. Im einzelnen durch
»Rückerstattung des Eigentums«, welches die Deutschen in den besetzten
Gebieten »geplündert« hätten, durch Abtretung deutscher Gebiete und
deutscher Privatrechte auf industrielles Eigentum an die ȟberfallenen
Länder«, durch Abtransport und Verteilung der industriellen Anlagen und
Ausrüstungen, durch Zwangsarbeit Deutscher außerhalb Deutschlands und durch
Beschlagnahme aller deutschen Guthaben jedweder Natur außerhalb Deutschlands.
US-Präsident Roosevelt teilte Morgenthaus Idee von der deutschen Kollektivschuld am
Krieg und stimmte den Absichten zu, Deutschland der strengsten Nachkriegsbehandlung zu
unterziehen. So wundert es nicht, daß Morgenthaus Pläne zur Vernichtung des
Herzens Europas von Roosevelt und Churchill während der Zweiten Konferenz in Quebec im
September 1944 offiziell als Programm für das Nachkriegsdeutschland anerkannt wurden ,
und Morgenthau in seinem Buch Germany is our Problem auf Seite XII mit Genugtuung
schreiben konnte:
»Die grundlegenden Prinzipien des Programmes haben den amtlichen Standpunkt der
Regierung der Vereinigten Staaten repräsentiert.«
Im amerikanischen Senat machte man keinen Hehl aus der insgeheimen Vorstellung, daß ein entwaffnetes, entindustrialisiertes Deutschland die benachbarten Staaten in Europa von der wirtschaftlichen Dominierung Deutschlands befreien würde. Die Tatsache, daß ganz Europa von Deutschlands wirtschaftlicher Stärke seit jeher profitierte, und ein wirtschaftlicher Zusammenbruch Deutschlands folglich auch negative Folgen für die europäischen Staaten mit sich bringen würde, wurde vom amerikanischen Finanzministerium für nichtig erklärt. In einer entsprechenden Note vom 7. September 1944 hieß es, daß der europäische Wohlstand von Deutschland gar nicht abhängig sei, »weil die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich und Belgien mit Leichtigkeit das produzieren könnten, was Deutschland vor dem Krieg geliefert habe.« Als die Amerikaner im Frühjahr 1945 ihren militärischen Kreuzzug in Europa auf deutschem Boden beendeten, erteilte Washington seiner obersten Militärführung in Europa spezielle Anweisungen für den Rahmen ihrer Besatzungspolitik. Diese strengen Richtlinien mit dem Namen Direktive JCS 1067, die erst Mitte 1947 zurückgezogen werden sollten, gingen direkt auf die im Morgenthauplan vertretenen Positionen zurück. Hierin verzichteten die Amerikaner zwar auf die vollständige Zerstörung der deutschen Industrie - diese sei auf einem Minimum zu halten, um Seuchen und Aufstände zu vermeiden -, und lehnten auch die Flutung der Minen ab, sie erklärten aber den industriellen Abbau und die wirtschaftliche wie intellektuelle Ausbeutung sowie die Entmilitarisierung, Entnazifizierung und Dezentralisierung Deutschlands als die wesentlichen Hauptliegen ihrer künftigen Politik. Die Grundelemente der Direktive JCS 1067 waren damit identisch mit den Vorstellungen Morgenthaus, der in Deutschland das kriegstreibende Übel überhaupt sah.
Die Direktive JCS 1067 der amerikanischen Stabschefs an den Oberbefehlshaber der
US-Besatzungstruppen in Deutschland wurde am 26. April 1945 vom amerikanischen Kongreß
verabschiedet und am 10. Mai von Präsident Truman gebilligt. Hinsichtlich der
grundlegenden Ziele der Militärregierung in Deutschland heißt es in dieser
verbindlichen Vorgabe u.a.:
»a) Es muß den Deutschen klargemacht werden, daß Deutschlands
rücksichtslose Kriegführung und der fanatische Widerstand der Nazis die deutsche
Wirtschaft zerstört und Chaos und Leiden unvermeidlich gemacht haben, und daß sie
nicht der Verantwortung für das entgehen können, was sie selbst auf sich geladen
haben.
b) Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke seiner Befreiung, sondern als ein besiegter
Feindstaat. Ihr Ziel ist es nicht die Unterdrückung, sondern die Besetzung
Deutschlands, um gewisse wichtige alliierte Absichten zu verwirklichen. Bei der
Durchführung der Besetzung und Verwaltung müssen Sie gerecht, aber fest und
unnahbar sein. Die Verbrüderung mit deutschen Beamten und der Bevölkerung werden
Sie streng unterbinden.
c) Das Hauptziel der Alliierten ist es, Deutschland daran zu hindern, je wieder eine
Bedrohung des Weltfriedens zu werden. Wichtige Schritte zur Erreichung dieses Zieles sind
die Ausschaltung des Nazismus und des Militarismus in jeder Form, die sofortige Verhaftung
der Kriegsverbrecher zum Zwecke der Bestrafung, die industrielle Abrüstung und
Entmilitarisierung Deutschlands mit langfristiger Kontrolle des deutschen Kriegspotentials
und die Vorbereitungen zu einem späteren Wiederaufbau des deutschen politischen Lebens
auf demokratischer Grundlage.
d) Andere alliierte Ziele sind die Durchführung des Reparations- und
Rückerstattungsprogramms, Nothilfe für die durch den Naziangriff verwüsteten
Länder und die Betreuung und Rückführung der Kriegsgefangenen und
Verschleppten der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen.«
Bezüglich der Wirtschaftskontrollen vertritt die Direktive im darauf folgenden Absatz
eine klare Position:
»Sie werden bei der Durchführung des Reparationsprogramms oder anderweitig
nichts unternehmen, was geeignet wäre, die grundlegenden Lebensbedingungen in
Deutschland oder in Ihrer Zone auf einem höheren Stand zu halten als in irgendeinem
benachbarten Mitgliedstaat der Vereinten Nationen.«
Frankreich und Britannien hatten diese destruktive amerikanische Deutschlandpolitik mehr oder weniger übernommen. In der zunächst nur die amerikanische (nach der Potsdamer Konferenz die gesamtalliierte) Deutschlandpolitik bestimmende Direktive JCS 1067 wurden auch die Maßnahmen zum industriellen Abbau genau dargelegt. Es wurden drei Formen des Abbaus genannt: erstens Reparationen »in kind«, also die Demontage deutscher Fabriken und Maschinen, zweitens die völlige Zerstörung deutscher Produktionsmöglichkeiten und drittens die staatlich vorgeschriebene Verneinung (»statutory neglect«) von Fabriken und Maschinen. Auch diese Maßnahmen zur Vernichtung der Existenzmittel des deutschen Volkes gehen direkt auf den Morgenthau-Plan zurück.
Die Richtlinien der amerikanischen Besatzungspolitik waren damit im Geiste Morgenthaus gehalten. In seinem Buch, das den bezeichnenden Titel Crusade in Europe (Kreuzzug in Europa) trägt, meint Eisenhower nicht ohne Stolz, daß die Offiziere der amerikanischen Militärregierung bei der Durchführung der in der Direktive JCS 1067 beschriebenen Maßnahmen bezüglich ihrer Aufrichtigkeit, schnellen Auffassungsgabe und Solidarität ihrer Spezialausbildung eine bemerkenswerte Arbeit geleistet hätten. Selbst der gewiß nicht germanophil eingestellte Universitätsprofessor Nicholas Balabkins, räumte ein, daß die Direktiven, wenn auch in leicht abgeschwächter Form, die offizielle Version des Morgenthau-Planes gewesen sind. Nachkriegsdeutsche Zeitgeschichtler, wie beispielsweise Rolf Steininger, Professor für Geschichte an der Universität Innsbruck, verschließen sich freilich dieser nüchternen Feststellung und meinen allen Ernstes, daß der Morgenthau-Plan, »insbesondere beim Thema Zerstückelung und zukünftige Wirtschaft Deutschlands, in der Geschichtsschreibung immer noch einen herausragenden Platz ein[nimmt], der ihm von seiner tatsächlichen Bedeutung her jedoch nicht zukommt.«
Tatsächlich bildete der Morgenthau-Plan »während des Krieges den Höhepunkt bei der Friedensplanung der Westmächte, und zwar sowohl der öffentlichen wie der offiziellen Kreise.« Der Morgenthau-Plan war Grundlage aller weiteren Deutschlandplanung, denn auch die artverwandten sowjetischen Pläne wichen nicht wesentlich von der Direktive JCS 1067 ab: Beide liefen auf die territoriale Verstümmelung und Zerstückelung Deutschlands, die (zeitweilige) Aushungerung des deutschen Volkes, den Abbau der deutschen Industrie und die wirtschaftliche Entmachtung Deutschlands hinaus, um so Deutschland als politischen Faktor auf Dauer ausschalten und damit die eigenen wirtschaftlichen und politischen Positionen ausbauen und festigen zu können.
Mit diesen alle zivilisatorischen und humanen Errungenschaften verachtenden Vorstellungen, die nur kranken Gehirnen entsprungen sein können, unterscheiden sich die Kriegstreiber der westlichen Hemisphäre nicht von den Mordhetzern der Sowjetunion á la Ilja Ehrenburg. Sie sind alle derselben Wurzel entsprungen. Sie sind entscheidend mitverantwortlich für die an Deutschen begangenen Greueltaten. Die gewählte Wortwahl innerhalb der Vernichtungshetze mag von Propagandist zu Propagandist, von Kriegsgewinnler zu Kriegsgewinnler, von Gremium zu Gremium unterschiedlich gewesen sein. In ihrem Ziel, die Deutschen auszuschalten, unterschieden sie sich nur unwesentlich.
© Dr. Claus Nordbruch