Eine Richtigstellung zur »Berichterstattung« des SPIEGEL

Vergangenes Jahr hatte ich es gewagt und mich bereit gefunden, dem Szene-Musikmagazin BLOOD & HONOUR ein Interview zu geben. Im Zuge der gerade neu aufflammenden Hysterie gegen alles was anders ist als man selbst - also selbständig denkend, nationalbewußt und freiheitlich gesinnt -, ist dies selbstredend eine Entschedung, die die selbst ernannten Gesinnungswächter und politisch korrekten Berufsgutmenschen nicht verkraften können. Allen voran sah sich das Frontschiff der Umerziehungsblätter in der BRD dazu aufgerufen, sich einzuschalten und in die Hetzkampagne mit einzustimmen. Das »Nachrichtenmagazin« DER SPIEGEL schrieb am 7.8.2000 in seinem Artikel »Rechtsradikale: Jetzt sind Macher gefragt« u.a.:

»Immer häufiger bieten die Blut-und- Ehre-Schläger auch den Vordenkern der Szene ein Podium. So durfte der rechtsextreme Publizist Claus Nordbruch im Magazin ›Die Stimme der Bewegung‹ für seine Thesen werben, Waffentipps geben (›Zum Nahkampf empfehle ich eine 12er Repetitionsschrotflinte‹) und mit einem ganz speziellen Wunsch aufwarten: ›Möge jeder nach seinen Fähigkeiten seinen Einsatz bringen. Am Ende steht der Sieg!‹«

So weit so gut, nur daß es sich bei den »Zitaten« um aus dem Kontext herausgerissene und manipulierte »Wiedergaben« meiner Äußerungen handelt. Tatsächlich habe ich ähnliche Worte in einem ganz anderen Zusammenhang gebraucht und diese sind eben nicht, wie es DER SPIEGEL unterstellt, als Vorbereitung für einen imaginären bewaffneten Kampf zu verstehen. Meinen Worten vorausgegangen war eine ausführlichere Antwort auf die Frage nach der eskalierenden Kriminalität in Südafrika und wie man sich dagegen schützen kann, ein Opfer von Überfällen zu werden. Wir wollen zur Verdeutlichung den besagten Text zitieren - und zwar richtig:

Blood & Honour: Würdest Du auch mit Waffengewalt Dein Hab und Gut verteidigen, oder reicht der Schutz der Polizei völlig aus? Ich gehe mal davon aus, daß jeder weiße Farmer ein anständiges Waffenarsenal besitzt. Welche Schußwaffe bevorzugst Du? Antwort: Die erste Frage erübrigt sich wohl aus dem eben Gesagten. Zur Verteidigung und zum Nahkampf empfehle ich eine 12er Repetierschrotflinte, den Colt Python .357 Magnum, die Heckler & Koch MP5. Für die Jagd hat sich ein halbautomatischer Karabiner 308 oder 30.06 bewährt und wenn's ganz massiv kommt, ist das Sturmgewehr R5 überaus nützlich.

Auch die zweite vom SPIEGEL »zitierte« Bemerkung ist im Kontext zu sehen. Es handelt sich hierbei eben nicht, wie der SPIEGEL suggeriert, um eine dämliche Durchhalteparole irgendwelcher politischer Extremisten, sondern um den Hinweis oder besser die Empfehlung, hart zu lernen und zu arbeiten, da dann am Ende der Bemühungen auch der Erfolg stünde. Dieser Rat ist durchaus autobiographisch gemeint. Das Originalzitat lautet:

Blood & Honor: Hast Du den Lesern in Deutschland noch etwas mit auf den Weg zu geben? - Deine Schlußworte?

Antwort: Bleibt anständig! Seit Kameraden und treue Freunde! Arbeitet! Lernt! Trainiert! Möge jeder nach seinem Können und Wissen, nach seinen Fähigkeiten seinen Einsatz bringen. Am Ende steht der Sieg!

Abgesehen von der verdrehten Wiedergabe von Äußerungen und den Unterstellungen des tatsächlich Gemeinten: Kenner - hier mit eingeschlossen beispielsweise Reporter, die wirklich ihr journalistisches Handwerk verstehen -, wissen, daß ich so »rechtsextrem« bin, wie der SPIEGEL ein Nachrichtenmagazin ist. Der Versuch - und ist er noch so kläglich -, den politischen Gegner mit antifaschistischen Totschlagparolen niederzuhalten, ist ja nichts Neues in der freiheitlichsten Republik, die je auf deutschem Boden existiert hat. Es handelt sich hierbei um das übliche Werkzeug in der geistig-politischen Auseinandersetzung in der BRD. Und da in der Spaßg'sellschaft gerade der Spaß nicht zu kurz kommen darf, witzeln die SPIEGEL-Reporter Jürgen Hogrefe, Georg Mascolo, Irina Repke, Achim Rust, Steffen Winter, Christoph Mestmacher, Heiner Schimmöller - Namen, die man sich merken sollte! - von einer »Repetitionsschrotflinte« und runden mit diesem Kalauer ihre Hetze ab. Glaubwürdiger werden sie dadurch allerdings nicht.

 

© Dr. Claus Nordbruch