Revisionistenhatz

Das System hat zum Rundumschlag ausgeholt

 

In den vergangenen Monaten und Wochen sind vier der weltweit bekanntesten Dissidenten bzw. bedeutendsten Geschichtsforscher der Welt verhaftet und auf deutschem Boden in Gewahrsam gebracht worden. Diese Sensationsmeldung schlechthin ist von den Massenmedien erwartungsgemäß so gut wie totgeschwiegen worden. Man hat offenbar eine gehörige Lektion aus dem seinerzeitigen Medienrummel der Zündel-Prozesse in Kanada Ende der achtziger Jahre und des Irving-Prozesses 2000 in London  gelernt. Allen vier verhafteten Forschern wird die sogenannte Leugnung »am Holocaust« zur Last gelegt.

Ernst Zündel wurde nach über zwei Jahren Haft in Kanada im März in die BRD ausgeliefert, wo Anfang November sein dritter Holocaust-Prozeß hätte stattfinden sollen, der allerdings aufgrund skandalöser Umstände bereits im Vorfeld der strafrechtlichen Auseinandersetzung erst einmal bis Januar 2006 vertagt worden ist. Der belgische Staatsangehörige Siegfried Verbeke, Leiter des bekannten flämischen Verlagshauses Vrij Historisch Onderzoek – deutschen Lesern als Herausgeber der von Udo Walendy begründeten Zeitschrift Historische Tatsachen bekannt –, hatte sich in der Vergangenheit die akademische Freiheit genommen, die Echtheit der sogenannten Anne-Frank-Tagebücher in Frage zu stellen. Im August wurde er auf dem Flughafen in Amsterdam festgenommen, und am 6. Oktober in die BRD ausgeliefert, wo er seitdem eine Haftstrafe von 14 Monaten verbüßt.

Geradezu kurios ist die Verhaftung von Germar Rudolf, dem wohl aktivsten und produktivsten Revisionisten der Welt. Ende Oktober wurde er vor den Augen seiner amerikanischen Ehefrau festgenommen. Lesen wir die Zusammenfassung der Geschehnisse aus dem Munde von Frau Rudolf: »Hier ist Germars Ehefrau. Wir hatten heute bei der Einwanderungsbehörde einen Termin bezüglich eines Interviews, das in Frage stellte, ob unsere Ehe legitim ist oder nicht. Es ist bezeichnend, daß die INS (Behörde für Einwanderer) ein Ehepaar nach einem Jahr des Zusammenlebens herbestellt, um es einer Begutachtung zu unterziehen. Wir brachten das Interview ohne weiteren Kommentar [seitens der Behörden] hinter uns. Als wir jedoch im Begriff waren zu gehen, erschienen zwei Männer von der Deportationsabteilung und unterwiesen uns, ihnen nach oben zu folgen. Daraufhin informierten die Beamten Germar, er habe einen Gerichtstermin versäumt und werde demzufolge bis auf Weiteres festgehalten. Germar sowie Germars Rechtsanwalt erwiderten, keiner von ihnen habe eine Aufforderung zu dem [angeblichen] Gerichtstermin erhalten (es ist erforderlich, dem Berater, sowie dem Antragsteller eine [schriftliche] Aufforderung zukommen zu lassen). Demgemäß forderten Germar und sein Rechtsanwalt, Einsicht in die Kopie des Schreibens, ein Ersuchen, das ignoriert wurde. Ferner informierten Germar und sein Rechtsanwalt betreffende Männer, der 11. Gerichtshof habe derzeit stattfindende Verhandlungen gemaßregelt, was bedeutet, daß es der Einwanderungsbehörde (INS) während dieser Verhandlungsperiode untersagt ist, regelnd einzugreifen. Besagter gerichtlicher Termin wurde versuchsweise auf Januar [2006] verlegt. Die INS-Beamten antworteten, sie würden den Fall untersuchen. Nach zwei Stunden kamen sie zurück, nahmen Germar fest und führten ihn ab.« Kaum zwei Wochen später wurde Germar Rudolf in die BRD ausgeliefert. Der Wissenschaftler mit Fachgebiet Chemie und Verfasser bzw. Herausgeber von historiographischer Literatur, die ebenso bahnbrechend wie (in der BRD und in Österreich) indiziert ist, war bereits 1994 wegen »Leugnung des Holocaust« zu einer Haftstrafe von 14 Monaten verurteilt worden. Dieser Verurteilung konnte er sich durch Flucht nach Britannien und Exil in den USA 10 Jahre lang erfolgreich entziehen. Ihm ist nun eine langjährige Haftstrafe sicher.

Am 14. November wurde David Irving, der bekannteste Historiker der Welt, auf dem Weg zu einer Veranstaltung einer Burschenschaft in Wien verhaftet. Grund seiner Verhaftung war ein 1989 (!) ausgestellter Haftbefehl: »Leugnung des Holocaust«. Dem britischen Staatsangehörigen und Erfolgsautor droht nun eine Haft von 10 bis 20 Jahren – mehr als gewöhnlich Hochverrätern, Kinderschändern und Mördern auferlegt wird.

Kurz vor seiner Verhaftung hatte Germar Rudolf ein Schriftstück aufgestellt, in dem er das Wesen und die Bedeutung des Revisionismus und den tatsächlichen Zustand der heute verwirklichten Gedankenfreiheit dargelegt hat. In diesem Zeitdokument heißt es unter anderem: »Es gibt in unserer Gesellschaft Leute, die in der Debatte über die politischen Korrektheit absichtlich versuchen, die Fragestellungen zu verflachen. Sie behaupten, es gäbe bei uns gar kein Problem mit der Redefreiheit, und die Politische Korrektheit bestünde nur aus ein paar Regeln zum Schutz von Minderheiten, damit niemand deren Gefühle verletze. Aber das Problem geht viel tiefer. Es gibt ein breites Spektrum von Themen und Ansichten, deren offene Diskussion unsere Massenmedien nicht zulassen. Selbst offensichtliche Tatsachen und Zusammenhänge werden verleugnet oder unterdrückt, wenn sie aus politischer Sicht nicht erwünscht erscheinen.

Man kann sehr viel über die Psychologie und die Methoden der Gedankenpolizei erfahren, wenn man beobachtet, wie diese reagiert, wenn nur mal eben eines ihrer Tabus verletzt und z.B. dem Holocaust-Revisionismus ein öffentliches Forum geboten wird.

Zuerst wird ›Empörung‹ inszeniert, daß die öffentliche Äußerung solch ›verletzender‹ und ›gefährlicher‹ Ideen zugelassen wird. Es wird vermieden, auf diese Ideen einzugehen oder sie zu erörtern. Es wird behauptet, wenn man dies täte, würde es den Revisionisten ein Forum und Legitimität geben. Dann erfolgen gehässige persönliche Angriffe gegen die revisionistischen Ketzer, sie werden mit politischen Schimpfwörtern wie ›Hasser‹, ›Leugner‹, ›Antisemiten‹, ›Rassisten‹, ›Terroristen‹, oder ›Neonazis‹ bedacht und es wird gar unterstellt sie seien potentielle Massenmörder. Die Gedankenpolizei beschuldigt öffentlich die Revisionisten, zu lügen, aber man läßt die Ketzer nicht wissen, was genau man ihnen vorwirft. Die Revisionisten bekommen auch nicht Gelegenheit, ihren Anklägern gegenüberzustehen, um den Verleumdungen entgegentreten zu können.

Die Revisionisten werden oft angeschuldigt, haßerfüllte Menschen zu sein, die eine Haßlehre verbreiten. Aber der Revisionismus ist eine akademische Vorgehensweise, keine Doktrin oder Ideologie. Wenn die Holocaust-Verfechter wirklich Haß bloßstellen wollen, sollten sie einen Blick auf ihre eigene Dogmen werfen, und einen langen Blick in den Spiegel.

Jeder, der einen Revisionisten einlädt, öffentlich zu sprechen, wird selbst als gefühllos angegriffen. Wenn Revisionisten tatsächlich einmal öffentlich sprechen, werden sie für gewöhnlich niedergeschrieen und bedroht. Büchereien und Buchläden werden eingeschüchtert, wenn sie erwägen, Materialien über den Holocaust-Revisionismus auszulegen.

All dieses geschieht, während die Mehrheit der Büchereien, Medien, Hochschulen und Universitätsverwaltungen stillschweigend zusieht und zuläßt, daß politischen Aktivisten bestimmen, was in den Medien gesagt und was in den Bibliotheken gelesen werden darf.

Als nächstes macht sich die Gedankenpolizei daran, den Tabuverletzer beruflich und wirtschaftlich zu ruinieren, sie nimmt sich seinen Arbeitsplatz vor oder es wird ein Strafprozeß gegen ihn zusammengebraut. Manchmal wird zur Irreführung behauptet, daß sich die revisionistische Befunde bei einem Prozeß als falsch erwiesen hätten, obwohl die Justiz niemals eine wissenschaftliche Debatte entscheiden kann – sie kann nur Dogmen auferlegen.

Schließlich wird die Gedankenpolizei unbedingt den akademischen Bereich oder das Medium ausradieren, das dem Revisionisten zu Beginn ein Forum geboten hat.

Manche Akademiker sind der Auffassung, daß die Universitätsleitung eingreifen sollte, um den Campus von Ideen zu säubern, die Störungen an den Universitäten verursachen könnten. Aber das ist eine unverblümte Einladung zur Tyrannei. Denn das bedeutet, daß eine jede militante Gruppe, die Truppen bei Fuß hat, den Campus von Ideen säubern kann, die ihr mißfallen, um dann ihre eigene Doktrin durchzusetzen. Feige Verwaltungen könnten es als viel bequemer und sicherer ansehen, den Campus von kontroversen Ideen zu säubern, als eine Gruppe militanter Schreihälse in die Schranken zu verweisen. Es ist aber die Pflicht der Universitätsverwaltung, sicherzustellen, daß die Universitäten ein freier Marktplatz der Ideen bleiben.« Soweit die Worte von Germar Rudolf.

»Der Holocaust« ist, frei nach Joschka Fischer, Staatsräson der BRD. Er ist vor allem aber auch das Fundament, auf dem der Staat Israel aufgebaut worden ist. Von der finanziellen und politischen Nutzbarmachung »des Holocaust« profitieren die Zionisten heute mehr denn je. Mit der Verhaftung der führenden Revisionisten der Welt, die sich den Mut auf eine eigene Meinung bewahrt haben und diese wissenschaftlich zu begründen vermögen – was noch nicht heißen muß, daß sie auch mit jeder ihrer Aussagen Recht haben! –, stellt sich die Frage, ob das System durch die rigorose Strafverfolgung und den gulag-ähnlichen Strafvollzug tatsächlich das Andenken der Opfer der Judenverfolgungen während des Zweiten Weltkrieges schützen will oder ob die Dogmatik, auf der die Neue Weltordnung basiert, vor der letzten echten Bedrohung, die noch übrig geblieben ist, geschützt werden soll. Diese Frage wird nicht zuletzt dadurch entschieden werden, wie sich weltweit die Verfechter für Gedankenfreiheit, die Befürworter von Informations- und Wissenschaftsfreiheit verhalten.


Quelle: Euro-Kurier (Tübingen), Nr. 6/2005, S. 2-3.