Georgien – Zündschnur der Globalisten und Zionisten?

 

Entgegen gängigen Behauptungen, geht es im kriegerischen Konflikt in Georgien weder um Menschenrechte noch um Demokratie. Auch ist Rußland nicht der Aggressor. Der Grund, warum sich die selbstgerechte westliche Wertegemeinschaft, bezeichnenderweise ganz im Gegensatz zu den völkerrechtlich bedenklichen Entwicklungen im Kosovo, über die »abtrünnigen georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien« echauffiert, liegt schlicht darin begründet, daß Rußland den imperialistischen Bestrebungen der Globalisten einen Riegel vorgeschoben und sich entschieden gegen anglo-amerikanisch-zionistische Interessen gestellt hat.

 

Währenddessen gefällt sich die Bundesregierung als Nachäffer jener Interessen und beweist einmal mehr eine Doppelmoral. Bundeskanzlerin Merkel besteht im Kaukasuskonflikt ebenso wie Außenminister Steinmeier auf der »territorialen Integrität Georgiens«. Sie wiederholen damit exakt den gleichen Wortlaut, den auch israelische Politiker zum besten geben.[i] Bei ihrem Treffen mit Rußlands Präsident Dmitrij Medwedew hatte Merkel Rußlands Militäraktion als »überzogen« kritisiert und forderte den Abzug der russischen Truppen aus Zentral-Georgien. Gleichwertige Töne in Bezug auf Afghanistan und den Irak an die Adresse der USA hat man bislang noch nicht vernommen. Dabei wären sie ungleich gerechtfertigter.

 

Zur Vorgeschichte des Geschehens gehört ein Blick auf das Umfeld von Präsident Michail Saakaschwili. Dieser Absolvent einer US-amerikanischen Universität, hat sich seit seinem Regierungsantritt als rücksichtsloser und korrupter Politiker erwiesen, der nicht nur intensive Verbindungen zum NATO-Establishment, sondern auch zum israelischen Militär und den israelischen Geheimdiensten unterhält. Die sogenannte »Rosen-Revolution« vom November 2003, den Geschehnissen in der Ukraine von 2004 nicht unähnlich, wurde vom Pentagon, den Stiftungen des George Soros (Open Society Georgia Foundation) und von Kreisen der US-Geheimdienste gelenkt und finanziert. Zu letzteren zählt beispielsweise das in Washington ansässige und unter Leitung des ehemaligen CIA-Chefs James Woolsey stehende Freedom House. Darüber hinaus flossen großzügig gewährte Gelder der vom US-Kongreß finanzierten Stiftung National Endowment for Democracy nach Tiflis, um »auf privater Ebene Dinge zu tun, die früher die CIA erledigt hat«, will sagen Aufwiegelungen und Umstürze gegen solche Regierungen zu lancieren, die sich der Vereinnahmung durch die Globalisten widersetzen und sich damit außerhalb der von den Apologeten der Einen Welt verordneten Neuen Ordnung stellen.

 

Die wesentliche Hintergrund für die kriegerischen Auseinandersetzungen in Georgien, die trotz des laufenden russischen Truppenabzugs alles andere als abgeschlossen zu betrachten sind, ist nur zweitrangig in der Vereinnahmung des Wirtschaftsstandortes Georgien (Knotenpunkt mehrerer Pipelines, darunter die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline) durch die Globalisten zu sehen. Israel plante nichts weniger als den Iran vom Territorium Georgiens aus zu überfallen. Der auf amerikanische Nachrichtendienste spezialisierte Journalist Brian Harring hat den entsprechenden israelischen Angriffsplan offengelegt. Harring berichtet, daß Israel Vorbereitungen traf, »Teheran anzugreifen, während Georgien gleichzeitig in ein fruchtbares Land für israelische Kräfte und Söldner verwandelt wurde, die in vollständiger Kooperation mit amerikanischen Einheiten daran arbeiteten, die neuen georgischen Streitkräfte zu trainieren und auszurüsten.« Israel traf »Vorbereitungen, einige seiner Offensiv-Flugzeuge nach Georgien zu verlegen, sie auf von Israelis kontrollierten Flugplätzen in Süd-Georgien zu stationieren und für einen Schlag gegen Teheran auszurüsten.«[ii] Dank des entschlossenen Einsatzes der russischen Streitkräfte, konnte ein folgenreicher Schlagabtausch zwischen Israel und dem Iran abgewendet werden.

 

Georgien ist für aufmerksame Beobachter des Weltgeschehens, die sich mit einer oberflächlichen ARD/ZDF/RTL-Berichterstattung nicht zufrieden geben, von größtem Interesse, dies gilt vor allem bezüglich der tiefen Verflechtungen zwischen Israel und Georgien. Die enge »israelisch-georgische« Verbindung  besteht seit über 1000 Jahren: Die meisten jüdischen Bewohner Israels haben dieselbe Abstammung wie die Juden Georgiens. Wie in Judenfragen (2006) detailliert dargelegt, sind etwa 85% der heute in Israel lebenden Juden nicht auf sephardischen (semitischen), sondern aschkenasischen (khasarischen) Ursprung zurückzuführen. Das Stammland der Khasaren war hauptsächlich das Gebiet des heutigen Georgien. Schon von daher überrascht das intensive Engagement Israels in Georgien, aber auch die politischen Verhältnisse in Georgien selbst, kaum.

 

Im Gegensatz zur bundesdeutschen Presse verschwiegen renommierte israelische Zeitungen das intensive Treiben des zionistischen Staates in Georgien nicht. Haaretz berichtete beispielsweise, daß vor der georgischen Aggression private israelische Unternehmen wie Defensive Shield und Global SCT in Georgien tätig waren, an deren Spitze israelische Generäle a. D. stehen. Bei diesen Unternehmen handelt es sich den Angaben des russischen stellvertretenden Chef des Generalstabs, Generaloberst Anatoly Nogovsyn, zufolge um israelische Firmen, die Georgien nicht nur mit Waffen und Waffensystemen beliefert haben, sondern vor allem dafür sorgten, daß die israelische Präsenz aus »Spezialeinheiten der israelischen Armee, Einheiten des Mossad und andere israelische Gruppen« manifestiert wurde. Maariv weist ihrerseits darauf hin, daß sich der israelische Militärexport nach Georgien in den letzten Jahren auf immerhin 300 Millionen US-Dollar belief. Und Yediot Ahronot hebt die besondere Rolle hervor, die georgische Juden bei der Herstellung und Entwicklung dieser verflochtenen Beziehungen gespielt haben. So wird unter anderen der georgische Verteidigungsminister Davit Keseraschwili mit den Worten vorgestellt: Ein »ehemaliger Israeli, der fließend Hebräisch spricht«. Seine Tür habe immer für jeden Israeli offengestanden, »der kam, um in Israel hergestellte Waffen anzubieten«.[iii] Bezeichnend ist die Bedeutung seines Nachnamens: »Sohn der Khasaren«. Ein weiterer jüdischer Minister Georgiens ist Timor Jakobschwili. In bestem Hebräisch frohlockte er: »Die Israelis sollten stolz sein, daß die georgischen Soldaten eine israelische Ausbildung genossen haben und heute ganz toll kämpfen«.[iv] Lascha Gevnia, früherer Botschafter Georgiens in Israel, und augenblicklich Vorsitzender des Komitess für Außenpolitik im Parlament Georgiens, gab seiner Freude mit einem Bekenntnis besonderer Art Ausdruck: »Ich bin jüdisch. Meine Mutter ist Jüdin. Ich kenne die Halacha!«[v] Die Jerusalem Post berichtete am 12. August, daß Vladimir (Lado) Gurgenidze, der jüdische Ministerpräsident Georgiens, ein Land, dessen Bevölkerung sich in seiner überwältigenden Mehrheit zur christlich-orthodoxen Religion bekennt, in Israel um den Segen des Aharon Leib Shteinman, einem ultraorthodoxen Rabbiner, gebeten hat: »Ich hörte, er sei ein Heiliger. Ich möchte ihn darum bitten, für uns und unsern Staat zu beten.«[vi]

 

Der georgische Überfall auf Süd-Ossetien könnte sich als die erste Schlacht eines neuen Krieges zwischen den Verfechtern anglo-amerikanisch-zionistischer Interessen einerseits und Rußland andererseits erweisen. 1914 waren es die »Schüsse im August«, die den Ersten Weltkrieg auslösten. Die Schüsse vom August 2008 könnten der Zünder für den Dritten Weltkrieg sein, der nicht ohne Atomwaffeneinsatz begangen werden wird. Wer hierin Schwarzmalerei sieht, sollte sich die fundierte Mahnung von Hesham Tillawi, einem bekannten politischen Analytiker der USA palästinensischer Abstammung vor Augen halten: »Wir sehen noch einmal, wie der Zionismus, indem er sich im illegalen Staat ›Israel‹ manifestiert, die Welt in einen neuen Konflikt zwischen der Atommacht Rußland und der Atommacht USA hineinziehen könnte.«[vii] Daß die Atommacht Israel ihrerseits vor dem Einsatz ihres Nuklearpotentials nicht zurückschrecken würde, ist im Machtfaktor Zionismus (2008) eingehend dokumentiert worden. Somit könnte Georgien zum Auslöser eines globalen Konflikts werden. Georgiens Ambitionen, partout der NATO beitreten zu wollen, und die entsprechend rigorose Unterstützung seitens der Vertreter der westlichen Wertegemeinschaft, allen voran der Bundesregierung, werden diese Gefahr nicht mindern.

 


[i] Vgl. beispielsweise http://de.rian.ru/world/20080811/115951628.html oder http://www.nai-israel.com/default.aspx?tabid=179&nid=17027

[iii] http://de.rian.ru/world/20080812/115976851.html

[iv] http://www.n-tv.de/1006624.html

[v] http://www.jewlicious.com/?p=1247

[vi] http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=5774&lg=de

[vii] http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=5774&lg=de